AfD: Martin Sichert von Landratskandidatur ausgeschlossen
Kritik am Ausschluss durch den Wahlausschuss im Landkreis Friesland – AfD verweist auf Einschätzung des SPD-geführten Innenministeriums

Im niedersächsischen Landkreis Friesland ist der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Sichert vom Wahlausschuss von der Kandidatur für das Amt des Landrats ausgeschlossen worden. Das teilte die AfD in einer Pressemitteilung mit.
Nach Angaben der Partei basiert die Entscheidung auf einer Einschätzung des SPD-geführten Innenministeriums. Demnach solle bereits die Mitgliedschaft in der AfD Zweifel an der Verfassungstreue von Kandidaten begründen.
Stellungnahme der AfD
Der stellvertretende Bundessprecher der AfD, Stefan Möller, kritisierte den Ausschluss scharf. Er bezeichnete die Entscheidung als Angriff auf die Chancengleichheit der Opposition und damit auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung.
Zugleich warf Möller den zuständigen Stellen vor, politische Konkurrenz auf Verdachtsbasis auszuschließen. Nach seiner Darstellung bestätige der Fall die Sicht der Partei, dass die Gefahr für die Demokratie nicht von der Opposition, sondern von Inlandsgeheimdiensten und Ministerien ausgehe.
Hintergrund der Mitteilung
Die Erklärung wurde am 22. Juli 2026 von der AfD veröffentlicht. Weitere Angaben zum Verfahren oder zu einer möglichen Anfechtung der Entscheidung enthält die Pressemitteilung nicht.
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