Sondereinsatz in Meppen: Kontrolle der Tuning- und Poserszene
Polizei prüfte 21 Fahrzeuge und 24 Personen; bei 16 Fahrzeugen wurden Verstöße festgestellt und ein manipuliertes Fahrzeug sichergestellt
Polizei kontrolliert Tuning- und Poserszene in Meppen
Die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 25. auf 26. Juli 2026, in Meppen einen Sondereinsatz zur Kontrolle der Tuning- und Poserszene durchgeführt. Unterstützt wurde sie dabei von der Tuningkontrollgruppe der Polizeidirektion Osnabrück. Anlass war ein angekündigtes Tuningtreffen.
Im Verlauf des Abends kontrollierten die Einsatzkräfte im Stadtgebiet gezielt Fahrzeuge und Personen aus der Szene. Nach Angaben der Polizei hatte eine örtliche Gruppierung im Vorfeld zu einem Treffen aufgerufen. In der Spitze wurden dabei rund 50 Fahrzeuge festgestellt. Zeitgleich gab es an zwei weiteren Orten Treffen mit jeweils etwa zehn szenetypischen Fahrzeugen. Zwischen den Treffpunkten registrierte die Polizei einen regen Fahrzeugwechsel.
21 Fahrzeuge und 24 Personen überprüft
Im Rahmen der An- und Abfahrtskontrollen überprüfte die Polizei insgesamt 21 Fahrzeuge, darunter Pkw und Krafträder, sowie 24 Personen. An 16 Fahrzeugen wurden Verstöße festgestellt.
Nach Polizeiangaben handelte es sich dabei unter anderem um erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen, technische Veränderungen an Fahrzeugen, durch Manipulationen an der Abgasanlage erloschene Betriebserlaubnisse sowie unnötigen Fahrzeuglärm.
Motorradfahrer deutlich zu schnell unterwegs
Besonders auffällig war nach Angaben der Polizei ein Motorradfahrer. Er erreichte zunächst auf der Lathener Straße in Meppen innerorts eine Geschwindigkeit von rund 93 Kilometern pro Stunde. Anschließend beschleunigte er auf der B70 in Richtung Lathen auf etwa 170 Kilometer pro Stunde, obwohl dort eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde gilt.
Die Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden laut Polizei mittels Videoaufzeichnung beweissicher dokumentiert. Der Fahrzeugführer konnte anschließend kontrolliert werden.
Fahrzeug mit manipulierter Abgasanlage sichergestellt
Bei einem weiteren Fahrzeug stellten die Einsatzkräfte erhebliche Manipulationen an der Abgasanlage fest. Nach Polizeiangaben waren unter anderem der Katalysator sowie der Mittel- und Endschalldämpfer entfernt worden. Dadurch seien sowohl der Schadstoffausstoß als auch die Geräuschentwicklung des Fahrzeugs deutlich erhöht gewesen.
Das Fahrzeug wurde sichergestellt und abgeschleppt. Es soll in der kommenden Woche einem Sachverständigen zur weiteren Begutachtung vorgestellt werden.
Weitere Kontrollen angekündigt
Die Polizei kündigte an, auch künftig gezielte Kontrollen der Tuning- und Poserszene durchzuführen. Dabei solle insbesondere gegen erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen, unzulässige technische Veränderungen und unnötigen Fahrzeuglärm vorgegangen werden.
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