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Gärtnerei Klefer erhält 1. Platz im Wettbewerb „Torfreduziert in Niedersachsen“
Auszeichnung für torfreduzierte Produktion
Die Gärtnerei Klefer aus Augustfehn II wurde ausgezeichnet.
Der niedersächsische Wettbewerb hieß „Torfreduziert in Niedersachsen – innovativ und nachhaltig für den Garten von morgen“.
Die Gärtnerei erhielt den 1.
Platz im Wettbewerb.
Der Betrieb nutzte eine Lösung zur Substitution von Torf.
Die Gemeinde würdigte die Arbeit des Teams mit einem Besuch.
Startpunkt für bessere Bewässerung
Der Geschäftsführer Dirk Klefer beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren.
mit nachhaltiger Produktion.
Als Anlass nannte Klefer Veränderungen an den Bäumen am Kanal.
Nach Angaben von Klefer führten die Veränderungen zu Anpassungen.
bei der Wassernutzung.
Klefer optimierte seine Wassernutzung und seine Bewässerung.
Ebbe-Flut-Systeme auf den Verkaufstischen
In der Gärtnerei kommen Ebbe-Flut-Systeme auf den Verkaufstischen zum Einsatz.
Eine Pumpe leitet Wasser und Nährstoffe zu den Wurzeln.
der Pflanzen.
Überschüssiges Wasser läuft danach in ein lichtundurchlässiges Wasserreservoir zurück.
Das Reservoir steht für die nächste Flutung bereit.
Regenwasser und weitere Wassermengen
Der Betrieb verfügt über vier Regenwassertanks.
Die Tanks haben zusammen ein Fassungsvolumen von 250 Kubikmeter.
Der Betrieb benötigt pro Tag 8 Kubikmeter Wasser.
Nach dieser Angabe sind die Regenwassertanks im Schnitt.
nach einem Monat leer.
Zusätzlich nutzt die Gärtnerei Fässer mit 7 Kubikmeter Volumen.
und 3 Kubikmeter Volumen.
Dirk Klefer sagte, dass ein Brunnen auf dem Gelände.
selten genutzt wird.
Umstellung der Energieversorgung
Die Gärtnerei hat auch ihre Energieversorgung umgebaut.
Seit 2013 bauten die Verantwortlichen aus zwei Gaskesseln.
einen Kessel und ein Blockheizkraftwerk.
Das Blockheizkraftwerk besteht aus einem Automotor und einem Dynamo.
Klefer sagte, dass ein Kessel künftig einer Wärmepumpe.
mit 60 Kilowatt weichen soll.
Der Grund dafür soll die CO2-Bepreisung sein.
Zusätzlich installierte die Gärtnerei eine neue bedarfsgesteuerte Hydraulik.
Die Gewächshäuser sind mit Doppelfolien ausgestattet.
Die Doppelfolien sollen Wärmeverluste verringern.
Schädlingsbekämpfung mit weniger Spritzungen
Im Winter lässt Klefer die Flächen bei 4 bis 5 Grad Celsius.
durchfrieren.
Der Betrieb nutzt das Durchfrieren zur Entfernung von Schädlingen.
Die Gärtnerei setzt Florfliegenlarven in Wabenkonstruktionen in Pappplatten ein.
Durch diese Methode muss der Betrieb nach eigener Angabe.
nur noch zweimal im Jahr spritzen.
Im kommenden Jahr will der Betrieb den Einsatz.
von Nützlingen weiter intensivieren.
Graue Pflanztöpfe aus recyceltem Material
Die Gärtnerei nutzt graue Pflanztöpfe statt schwarzer Töpfe.
Die grauen Töpfe bestehen aus Post-Consumer-Recyclat.
Der Betrieb sagt, dass die Töpfe zu 100 Prozent recyclebar sind.
Die Töpfe können laut Betrieb wieder dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden.
Torffreie Erde als Beitrag zum Wettbewerb
Zum Preisgewinn trug auch die eigens entwickelte Erde des Betriebs bei.
Dirk Klefer begann nach eigener Darstellung Holzfasern beizumischen.
Der Anteil der Holzfasern liegt nach Angaben bei 20 bis 50 Prozent.
Klefer nannte die schlechte Bilanz von Torf als Auslöser.
Vor der Teilnahme am niedersächsischen Wettbewerb arbeitete die Gärtnerei.
an einem Projekt der Landwirtschaftskammer Niedersachsen mit.
Das Projekt entwickelte Ideen für eine torfreduzierte Produktion.
im Gartenanbaubereich.
Dirk Klefer nahm außerdem am Projekt FiNiTo teil.
FiNiTo beschäftigt sich nach Angaben mit Torfreduktion im Friedhofsgartenbau.
In der Gemeinde seien dadurch bereits zwei torffreie Gräber entstanden.
Die Klefer-Erde besteht aus Humus, Ton, eingefärbten Holzfasern und Kokosfasern.
Außerdem enthält die Erde eine veränderte Düngung.
Hinweise zu Mikroplastik und Kokosfaser
Klefer verweist darauf, dass Langzeitdünger bei den eingesetzten Produkten.
zum Mikroplastik zählt.
Klefer sagte, dass er bei der Kokosfaser sorgfältig vorgeht.
Kokosfaser gilt nach seiner Darstellung als sehr salzig.
Die Kokosfaser wird nach Angaben von Klefer nur in Sri Lanka angebaut.
Früher nutzte Klefer Trinkwasser zum Auswaschen des Salzes.
Ein Unternehmen in Vechta importiert nach Angaben von Klefer die Kokosfaser.
Das Unternehmen wäscht die Kokosfaser vor Ort.
Die Gärtnerei verwendet die Kokosfaser danach für ihre Erde.
Testphase für die torffreie Erde
Die Gärtnerei sagt, dass die Produktion 100 Prozent torffrei ist.
Die torffreie Erde soll nach Anspruch des Betriebs unverändert bleiben.
Damit meint Klefer unveränderte Eigenschaften und unveränderte Qualität.
Die Gärtnerei verkaufte die neue Erde ein Jahr lang.
Die Gärtnerei informierte Kundinnen und Kunden in der Zeit nicht darüber.
Der Betrieb sagt, dass sich dieser Test bewährt hat.
Ziel: Klimaschutz und Erhalt von Mooren
Mit torffreier Erde will die Gärtnerei zum Klimaschutz beitragen.
Der Betrieb will dabei besonders Moore erhalten.