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Wandergeselle aus der Oberlausitz besucht das Aper Rathaus

Ein Wandergeselle aus der Oberlausitz hat das Rathaus in Apen besucht. Matej gehört zu den „Fremden Schmieden“, einer Gruppe reisender Schmiede. Er ist auf einer traditionellen Handwerksgesellenwanderschaft unterwegs. Erster Gemeinderat Henning Jürgens hat ihn in der Gemeinde willkommen geheißen und ihm einen kleinen Reiseobolus (eine kleine Geldsumme für die Reise) überreicht.
Matej hat außerdem das Siegel der Gemeinde Apen in sein Wandergesellen-Buch erhalten. Das Buch dient den Gesellen als Nachweis ihrer Reisen; in jedem Ort bekommen sie dafür eine Markierung vom jeweiligen Bürgermeister.
Die Wanderschaft, auch „Walz“ genannt, beginnt nach der Ausbildung. Während der Wanderschaft arbeiten die Gesellen bei verschiedenen Handwerkern, um ihr Können zu vertiefen. Der Brauch verlangt, dass sie keine kostenpflichtigen Wege nutzen und höchstens drei Monate an einem Ort bleiben. Als Entlohnung erhalten sie Unterkunft und Verpflegung (Essen und Trinken).
Matej reist als Schmiedegeselle in blauer Kluft (ein traditionelles blaues Arbeitsgewand für das Metallhandwerk). Zimmerer tragen auf der Wanderschaft typischerweise Schwarz.