Unsichtbare Schäden: Tag des alkoholgeschädigten Kindes
Delmenhorst startet Aufklärungskampagne zu FASD und schützt ungeborene Kinder

Am 9. September wird weltweit der Tag des alkoholgeschädigten Kindes begangen. Dieser Aktionstag stellt die Folgen von Alkoholkonsum während der Schwangerschaft in den Mittelpunkt und betont, dass pränatale Alkoholschädigungen wie das Fetal Alcohol Spectrum Disorders (FASD) eine unsichtbare, jedoch weitreichend beeinträchtigende Behinderung darstellen.
FASD: Unsichtbar, aber prägend
FASD entsteht, wenn während der Schwangerschaft Alkohol konsumiert wird. Betroffene Kinder und Jugendliche leiden an zentralnervösen Dysfunktionen, die oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind, ihren Alltag aber stark beeinflussen. Was für andere Kinder selbstverständlich erscheint, müssen Betroffene von FASD täglich aufs Neue erlernen und einüben.
Schutz und Aufklärung als vordringliche Ziele
Obwohl FASD als einzige Behinderung gilt, die zu 100 Prozent vermeidbar ist, fehlt es Gesellschaftsschichten übergreifend an Wissen über die Risiken von Alkohol in der Schwangerschaft. Der Aktionstag soll sensibilisieren und fordert nachdrücklich zur Prävention auf: Bereits ein Glas Prosecco oder andere alkoholische Getränke gefährden das ungeborene Kind nachhaltig.
Engagement und Informationsangebote in Delmenhorst
Die Stadt Delmenhorst nimmt ihre Verantwortung für den Kinderschutz ernst. Über die Koordinierungsstelle Kinderschutz und die Stadtbücherei werden umfassende Aufklärungsangebote geschaffen. Bereits im April 2024 fand eine Aktionswoche in der Markthalle zu diesem Thema statt, um gezielt Familien und Interessierte zu informieren.
Medienkisten: Wissen abholen und weitergeben
Die Bereitstellung von Medienkisten in der Stadtbücherei ermöglicht es, Informationsmaterialien unkompliziert zu erhalten. So kann Aufklärung direkt und niedrigschwellig in den Alltag von Familien und Pädagogen einfließen.
Der Weltaktionstag macht deutlich: Nur durch konsequente Aufklärung und das gemeinsame Engagement von Städten, Büchereien und der gesamten Gesellschaft lässt sich verhindern, dass weiterhin Kinder mit FASD geboren werden. Die vielseitigen Angebote in Delmenhorst sind ein wichtiger Schritt, um Wissen zu verbreiten und Schutz zu stärken.
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