Theater
Macbeth by William Shakespeare
Die Tragödie des Macbeth von William Shakespeare
- Wann
- Donnerstag, 21. Januar 2027 · 19:00 Uhr
- Wo
- Rosenhof · Rosenplatz 23, 49074 Osnabrück
- Eintritt
- Preis beim Veranstalter prüfen
Über die Veranstaltung
Wenn MACBETH nicht das beste Stück ist, das je geschrieben wurde, dann ist es zumindest eines der meistgespielten. Das Drama erkundet die korrumpierende Macht des Herrschens und ihre erschreckenden Folgen – politisch wie persönlich. Doch so tiefgründig und komplex seine Themen auch sind, die Form ist ungemein unterhaltsam: ein Thriller, eine Kriegsgeschichte, eine Liebesgeschichte, ein Albtraum, eine Horrorgeschichte und eine äußerst kraftvolle Darstellung des Übernatürlichen. Die Hexen schweben über dem Stück – zugleich als Dämoninnen und als Wiederherstellerinnen der natürlichen Ordnung, die MACBETH und seine mörderische Frau zerstören wollen. Das Böse, das das Königspaar entfesselt, fällt auf sie selbst zurück. In einer außergewöhnlichen poetischen Sprache erleben wir als Publikum, wie nackter Ehrgeiz in quälenden Selbstzweifel und schließlich in den Wahnsinn stürzt.
Die Inszenierung von TNT unter der Regie von Paul Stebbings war die erste Shakespeare-Produktion der Kompanie. Sie war so erfolgreich, dass sie seit 2001 immer wieder neu aufgelegt wird und weltweit auf Tournee geht – in mehr als vierzig Ländern auf vier Kontinenten. Möglicherweise ist dies die meistgespielte Inszenierung von MACBETH in diesem Jahrhundert. Von London bis Atlanta, von Peking bis Berlin, von El Salvador bis Thailand und von Australien bis Norwegen hat diese Produktion ihr Publikum begeistert. Es ist eine kraftvolle, ganz und gar von den Hexen getriebene Fassung des Stücks.
Die Produktion scheut weder das Übernatürliche noch wird sie durch moderne Kostüme abgeschwächt. Dennoch ist sie keine altmodische Inszenierung: Die Musik von Paul Flush treibt das Geschehen voran und schafft eine fesselnde Klangwelt von beinahe filmischer Qualität. Wald und Schloss verschmelzen und lösen sich ineinander auf. Die Hexen sind fast ständig präsent, weder männlich noch weiblich – oder beides zugleich – und ebenso unerbittlich wie die Furien der griechischen Mythologie. Das Spiel ist schnell und körperlich. Vor allem aber entfaltet die Inszenierung die poetische Wucht Shakespeares, der hier auf dem Höhepunkt seines Schaffens schreibt. Das Stück wird nicht so sehr interpretiert, sondern vielmehr erhellt; seine universellen Wahrheiten treten hervor. In unserer modernen Welt, in der Macht scheinbar von Moral losgelöst ist und das Irrationale alles mitzureißen droht, erinnert uns dieses gewaltige Drama daran, dass das Böse uns nicht nur korrumpiert, sondern auch verkümmern lässt. Denn ohne moralischen Kompass werden wir wie MACBETH, der mörderische Monarch: „Erlösch, du kurze Kerze! Das Leben ist nur ein armer Schauspieler, der seine Stunde auf der Bühne stolziert und zappelt und dann nicht mehr gehört wird – eine Geschichte, erzählt von einem Narren, voller Klang und Wut, die nichts bedeutet.“
Quelle: Tourismusgesellschaft Osnabrücker Land mbH. Lizenz des Veranstaltungstextes. Formatierung und Terminübersicht für diese Darstellung angepasst; Lizenz gilt auch für diese Anpassungen.