AfD kritisiert Ausschluss von Sichert aus der Landratskandidatur in Friesland
Stefan Möller sieht einen politisch motivierten Eingriff und bezweifelt die Chancengleichheit der Opposition
Der stellvertretende Bundessprecher der AfD, Stefan Möller, hat den Ausschluss des AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Sichert von der Kandidatur für das Amt des Landrats im niedersächsischen Landkreis Friesland kritisiert. Das teilte die Partei am 22. Juli 2026 mit.
Entscheidung des Wahlausschusses
Nach Angaben der AfD wurde Sichert durch den Wahlausschuss von der Kandidatur ausgeschlossen. Als Grundlage der Entscheidung nennt die Mitteilung eine Einschätzung des SPD-geführten Innenministeriums in Niedersachsen. Demnach solle bereits die Mitgliedschaft in der AfD Zweifel an der Verfassungstreue von Kandidaten begründen.
Kritik von Stefan Möller
Möller bewertet die Entscheidung als politisch motivierten Eingriff in den Wettbewerb um das Landratsamt. In der Mitteilung wirft er den Verantwortlichen vor, politische Konkurrenz auf bloßer Verdachtsbasis auszuschließen.
Wörtlich erklärte Möller, wer „mit dem Extremismusvorwurf rechtstreue politische Konkurrenten vom Antritt zur Wahl ausschließt“, handle nicht demokratisch. Zudem bezeichnete er den Ausschluss von Martin Sichert als „direkten Angriff auf die Chancengleichheit der Opposition“ und damit auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung.
Einordnung der Parteimitteilung
Die Pressemitteilung enthält ausschließlich die Bewertung der AfD und ihres stellvertretenden Bundessprechers. Weitere Angaben zu der Entscheidung des Wahlausschusses oder eine Stellungnahme der zuständigen Behörden werden darin nicht genannt.
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