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Betreff: STADT DELMENHORST - Pressemitteilung (Nr. 203|25) - Stadt Delmenhorst trauert um Dr. Harald Groth
Sehr geehrte Redaktionen,
anbei schicke ich Ihnen eine Pressemitteilung der Stadt Delmenhorst:
Nr. 203|25: Stadt Delmenhorst trauert um Dr. Harald Groth
https://www.delmenhorst.de/aktuelles/pressemitteilungen-2025/250708-tod-dr-harald-groth.php
Ehemaliger Oberbürgermeister mit 82 Jahren gestorben
Stadt Delmenhorst trauert um Dr. Harald Groth
Rat und Verwaltung der Stadt Delmenhorst trauern um Dr. Harald Groth. Der ehemalige Oberbürgermeister und Ehrenratsherr starb am Sonntag, 6. Juli, im Alter von 82 Jahren. Mehr als 50 Jahre hat sich der SPD-Politiker sehr engagiert für das Wohl der Delmenhorster Bürgerinnen und Bürger eingesetzt.
Groth wurde 1943 in Uslar geboren. 1972 wurde er in den Rat der Stadt gewählt und übernahm sogleich das Amt des Bürgermeisters. Zwei Jahre später, am 1. Juli 1974, wurde er zum Oberbürgermeister gewählt. Am 31. Oktober 1976 schied er aus dem Amt aus, dem Rat der Stadt blieb er aber noch weitere 30 Jahre als Mitglied der SPD-Fraktion erhalten. Von März 2004 bis Oktober 2006 übernahm er den Vorsitz des Rates. 2018 zog er noch einmal in den Rat ein, bevor er 2020 endgültig ausschied.
1986 wurde Groth zudem in den niedersächsischen Landtag gewählt. Dort vertrat er die Interessen des Wahlkreises Delmenhorst über vier Wahlperioden bis 2003.
Sowohl auf der Landes- als auch auf der Stadtebene standen finanz-, sozial- und gesundheitspolitische Themen im Mittelpunkt von Groths politischer Arbeit. So machte er sich vor allem im Einsatz für den Krankenhaus-Standort Delmenhorst verdient. In der Phase der Fusion des städtischen Klinikums Delmenhorst mit dem St.-Josef-Stift übernahm er von Februar 2014 bis Dezember 2016 den Vorsitz im Aufsichtsrat der Klinikum Delmenhorst gGmbH.
Ebenso gehörte Groth zu den Gründern der Delmenhorster Heimstiftung, die er zehn Jahre lang als Vorsitzender leitete. Dieses Engagement wurde anschließend mit dem Ehrenvorsitz gewürdigt. In der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde er darüber hinaus insbesondere im Zusammenhang mit der Arbeiterwohlfahrt. Dem Kreisverband Delmenhorst saß er bis zu seinem Tod vor und engagierte sich auch auf übergeordneten Ebenen.
Für seine vielfältigen Verdienste um das Gemeinwohl wurde Groth 2008 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
„Der plötzliche Tod von Dr. Harald Groth hat uns alle sehr betroffen gemacht. Seine Erfahrung, seine Sachkenntnis und sein Engagement werden der Stadt Delmenhorst fehlen. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie“, spricht Oberbürgermeisterin Petra Gerlach ihr tief empfundenes Beileid aus.
Nach dem Tod von Dr. Harald Groth haben Menschen in Delmenhorst ab diesem Donnerstag, 10. Juli, die Möglichkeit, persönliche Gedanken in ein Kondolenzbuch im Rathaus einzutragen. Die Gelegenheit der Anteilnahme ist in der ersten Etage zu den Öffnungszeiten des Rathauses (Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie Freitag von 8 bis 12 Uhr) bis zur Trauerfeier gegeben.