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Betreff: PM - Ronnenberg erinnert an die Opfer der Novemberpogrome
Sehr geehrte Damen und Herren,
anbei sende ich Ihnen eine Pressemitteilung zur Gedenkveranstaltung an
die Novemberpogrome.
Ronnenberg erinnert an die Opfer der Novemberpogrome
Die Novemberpogrome von 1938 markierten eine weitere Eskalation der
nationalsozialistischen Verfolgung jüdischer Menschen. Auch jüdische
Bürger aus Ronnenberg wurden damals verhaftet und deportiert. Mit
einer Gedenkveranstaltung erinnern die Stadt Ronnenberg, der
Förderverein Erinnerungsarbeit und die Marie-Curie-Schule an die
Opfer und mahnen zu Verantwortung und Menschlichkeit.
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 eskalierte die Gewalt
gegen Jüdinnen und Juden im gesamten Deutschen Reich. Menschen wurden
misshandelt, verhaftet und ermordet, ihre Geschäfte und Wohnungen
zerstört und Synagogen in Brand gesteckt. Die von den
Nationalsozialisten organisierte Gewalt war ein weiterer Schritt auf dem
Weg zum Holocaust, der Ermordung von Millionen Jüdinnen und Juden. Der
deutsch-israelische Historiker Dan Diner bezeichnete die Novemberpogrome
als die „Katastrophe vor der Katastrophe“.
Auch in Ronnenberg waren jüdische Bürger von den Verfolgungen
betroffen. Der damalige Bürgermeister Kirchmeyer ließ in der
Reichspogromnacht die jüdischen Männer Franz Seligmann, Siegfried
Seligmann, Max Seligmann, Harry Seligmann und Julius Philippsohn durch
die Ortspolizei verhaften. Sie wurden in das Konzentrationslager
Buchenwald deportiert und dort misshandelt. Ziel der Verfolgung war es,
sie zur umgehenden Ausreise aus Deutschland gemeinsam mit ihren Familien
zu zwingen. Die Namen der aus Ronnenberg vertriebenen und im Holocaust
ermordeten jüdischen Bürgerinnen und Bürger sind heute auf dem Mahnmal
der Stadt festgehalten.
Anlässlich des Jahrestages der Novemberpogrome laden die Stadt
Ronnenberg und der Förderverein Erinnerungsarbeit Ronnenberg (FER) e. V.
in Kooperation mit der Marie-Curie-Schule zu einer gemeinsamen
Gedenkveranstaltung ein. Diese findet am Montag, 9. November 2026, um 13
Uhr am Mahnmal für die vertriebenen und ermordeten Jüdinnen und Juden
der Stadt Ronnenberg, Am Weingarten, statt.
Das Gedenken erinnert an die Menschen, die Opfer
nationalsozialistischer Verfolgung wurden. Zugleich ist es Anlass, sich
der Verantwortung für ein solidarisches Miteinander und eine humane
Zukunft bewusst zu werden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen,
an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen.
Mit