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Betreff: STADT DELMENHORST - Pressemitteilung (Nr. 262|26) - Stadt will illegale Müllablagerungen stärker bekämpfen
Sehr geehrte Redaktionen,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
anliegend erhalten Sie eine Pressemitteilung der Stadt Delmenhorst von heute:
Nr. 262|26: Stadt will illegale Müllablagerungen stärker bekämpfen
https://www.delmenhorst.de/aktuelles/pressemitteilungen-2026/260826-pilotprojekt-sauberes-delmenhorst.php
Pilotprojekt „Sauberes Delmenhorst“ – Beschlussvorlage für den Rat
Stadt will illegale Müllablagerungen stärker bekämpfen
Dem Müll geht es an den Kragen: Mit dem Pilotprojekt „Sauberes Delmenhorst“ will die Stadt Delmenhorst illegale und wilde Müllablagerungen gezielter und nachhaltiger bekämpfen. Dabei setzt die Stadt auf eine Kombination aus Prävention, Kontrolle und konsequenter Verfolgung. Illegale Ablagerungen werden beseitigt. Gleichzeitig gilt: Wo ein Verursacher festgestellt und der Verstoß nachgewiesen werden kann, wird dieser konsequent und rechtssicher verfolgt.
„Unser Ziel ist nicht, möglichst viele Bußgelder zu verhängen“, sagt Oberbürgermeisterin Petra Gerlach. „Unser Ziel ist, dass illegaler Müll gar nicht erst abgeladen wird.“ Entscheidend sei, dass die Verwaltung sich mit dem Konzept nicht auf eine pauschale „Bußgeldpolitik“ festlege, sondern Ansätze verfolge, die illegale Ablagerungen dauerhaft reduzieren und die Lebensqualität in den betroffenen Quartieren verbessern. Diese Problematik greift bereits ein 2025 gestellter Antrag der FDP-Fraktion auf. Die Verwaltung legt dem Rat der Stadt Delmenhorst hierzu nun eine entsprechende Beschlussvorlage mit einem umfassenden Konzept vor.
Im Mittelpunkt stehen zunächst zehn besonders belastete Standorte, die als Hotspots ausgewählt und gezielt bearbeitet werden sollen. Dabei geht es nicht nur um eine schnellere Beseitigung von Müll, sondern vor allem darum, die Ursachen wiederkehrender Ablagerungen zu erkennen und dauerhaft zu reduzieren. Gleichzeitig setzt das Projekt „Sauberes Delmenhorst“ auf Prävention und Zusammenarbeit im Quartier. Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Hausverwaltungen, die Abfallwirtschaft Delmenhorst GmbH (ADG), Nachbarschaftsbüros und die Bewohnerschaft sollen stärker einbezogen werden. Auch Fragen wie ausreichendes Behältervolumen, geeignete Containerstandorte, Beleuchtung, Einsehbarkeit oder andere bauliche und organisatorische Rahmenbedingungen sollen bei den Hotspots betrachtet werden.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verbesserung der Melde- und Bearbeitungswege. Anzeigen wegen illegaler Müllablagerungen sollen möglichst einheitlich erfasst und bearbeitet werden. Auch die Bearbeitungszeiten von Ordnungswidrigkeitenverfahren sollen im Rahmen des Pilotprojektes transparenter dokumentiert werden. Dabei wird berücksichtigt, dass die Dauer eines Verfahrens unter anderem von Beweislage, erforderlichen Ermittlungen, Priorisierung und Arbeitsaufkommen abhängt.
Bei dem zwölfmonatigen Pilotprojekt soll nach sechs Monaten erstmals ein Zwischenfazit gezogen und nach zwölf Monaten eine abschließende Auswertung vorgenommen werden. Neben der Zahl der Ablagerungen sollen unter anderem Wiederholungsquoten, Verursacherermittlungen, Ordnungswidrigkeitenverfahren, Reinigungskosten und die Wirksamkeit der einzelnen Maßnahmen betrachtet werden.
Ziel ist es, erfolgreiche Maßnahmen anschließend dauerhaft zu etablieren und gegebenenfalls auf weitere Bereiche des Stadtgebiets zu übertragen.
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