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Betreff: Pressemitteilungen: Ausschuss für Klima und Umwelt besucht preisgekrönten Gärtnereibetrieb Klefer in Augustfehn II

[cid:[email protected]] Presse DER BÜRGERMEISTER Assistentin der Verwaltungsleitung Frau Ludwig Tel.: 04489 / 73-17 Fax: 04489 / 73-80 •••@••• Zimmer-Nr.: 2.09 Ausschuss für Klima und Umwelt besucht preisgekrönten Gärtnereibetrieb Klefer in Augustfehn II Augustfehn II. Die Gärtnerei Klefer mit Geschäftsführer Dirk Klefer hat am niedersächsischen Wettbewerb „Torfreduziert in Niedersachsen – innovativ und nachhaltig für den Garten von morgen“ teilgenommen und mit seinem Beitrag den 1. Platz gemacht. Beim Wettbewerb ging es darum, nachhaltige Lösungen zur Substitution von Torf einzureichen. Denn Torf gibt große Mengen an Emissionen frei und trägt zur globalen Erderwärmung bei. Die Gemeinde würdigte mit dem Besuch due erfolgreiche Arbeit des Teams von Klefer. Dirk Klefer hat sich bereits vor über 10 Jahren Gedanken zu dem Thema gemacht. „Schuld war die Gemeinde Apen“, wie er lachend erklärt. Mit der Entfernung von Bäumen am Kanal (weshalb nochmal?), hat Dirk Klefer sich Gedanken gemacht, wie er seine Wassernutzung bzw. Bewässerung optimieren kann. Durch die Nutzung von sogenannten Ebbe-Flut-Systemen für seine Tische, auf denen die Pflanzen für den Verkauf angeboten werden, wird der Wasserverschwendung entgegengewirkt. Bei diesem zirkulären System wird mithilfe einer Wasserpumpe Wasser und Nährstoffe zu den Wurzeln der Pflanzen gepumpt. Danach läuft das überschüssige Wasser ab in ein lichtundurchlässiges Wasserreservoir, wo es für die nächste Flutung bereitsteht. Auch hat die Gärtnerei vier Regenwassertanks mit einem Fassungsvolumen von 250m3. Da pro Tag 8 m3 Wasser gebraucht werden, sind diese im Schnitt nach einem Monat aufgebraucht. Zusätzlich hat er noch 7 m3 und 3 m3 Fässer. Die Nutzung eines auf dem Gelände liegenden Brunnens ist jedoch selten, fügt Dirk Klefer an. Des Weiteren wurde 2013 mit dem Umbau des Wohnhauses und der Gärtnerei aus den 2 Gaskesseln 1 Kessel und 1 Blockheizkraftwerk (BHKW). Letzteres besteht aus einem Automotor und einem Dynamo. Klefer fügt hinzu, dass der Kessel einer Wärmepumpe mit 60 kW weichen soll mit Blick auf die CO2-Bepreisung, aber die Planungssicherheit ihm zu schaffen mache. Zudem wurde eine neue Hydraulik installiert, die bedarfsgesteuert funktioniert. Die Gärtnerei selbst ist mit Doppelfolien ausgestattet, sodass der Wärmeverlust eingedämmt wurde. Darüber hinaus lässt Klefer die Flächen im Winter bei 4-5°C durchfrieren, um Schädlinge zu entfernen. Mit dem Einsatz von Florfliegenlarven in Wabenkonstruktionen in Pappplatten muss nur noch zwei Mal im Jahr gespritzt werden. Im kommenden Jahr soll der Einsatz der Nützlinge intensiviert werden. Eine weitere Stellschraube, an der Klefer gedreht hat, waren die Pflanztöpfe. Gängig sind die schwarzen, die nicht recyclebar sind. Die Gärtnerei ist auf graue Pflanztöpfe umgestiegen, die 100 % recyclebar sind und daher dem Wertstoffkreislauf wieder zuführbar. Diese Umstellung auf Post-Consumer-Recyclat (PCR) trägt zur Kreislaufwirtschaft bei und ist ressourcenschonend. Zum Ende zeigte Dirk Klefer seine eigens entwickelte Erde, die ihm den Preisgewinn eingebracht hatte. Er verweist auf die schlechte Bilanz von Torf, also begann er Holzfasern mit einem Anteil von 20-50 % beizumischen. Bevor die Gärtnerei beim niedersächsischen Wettbewerb mitmachte, nahmen sie bei einem Projekt der Landwirtschaftskammer Niedersachsen teil, in der Ideen für eine torfreduzierte Produktion im Gartenanbaubereich entwickelt wurden. Des Weiteren nahm Dirk Klefer am Projekt FiNiTo teil, dass sich mit Torfreduktion im Friedhofsgartenbau beschäftigt. Dadurch sind in der Gemeinde bereits zwei torffreie Gräber entstanden – mit Aussicht auf mehr. Die Klefer-Erde besteht aus Humus, Ton, eingefärbten Holzfasern (in natürlicher Form sind die grün wie Gras) Kokosfasern und eine Änderung des Düngeranteils, da bei letzteren Langzeitdünger zum Mikroplastik zählt. Auch bei der Kokosfaser hat sich Dirk Klefer Zeit gelassen. Kokosfaser ist sehr salzig und wird nur in Sri Lanka angebaut. Trinkwasser wird zum Auswaschen des Salzes genutzt, was wiederum nicht mit dem Nachhaltigkeitsgedanken vereinbar ist, so Klefer. Seit ein Unternehmen in Vechta die Kokosfaser importiert und vor Ort wäscht, nutzt Klefer diese für seine Erde und ist 100 % torffrei. Die eigene torffreie Erde sollte den Anspruch haben, dass sich nichts für die Kundschaft ändert, weder in den Eigenschaften noch in der Qualität. Ein Jahr wurde die neue Erde verkauft ohne Kundeninformation. Der Test hat sich bewährt. Mit der Entwicklung und Nutzung von torffreier Erde trägt die Gärtnerei Klefer zum Klimaschutz, und insbesondere zum Erhalt der Moore, bei. Text und Bilder: Klimaschutzmanagerin der Gemeinde Apen, Kassandra Legatzki Mit natürlich lebenswerten Grüßen Im Auftrag Emely Ludwig Gemeinde Apen Der Bürgermeister Fachbereich Verwaltungsleitung Hauptstraße 200 26689 Apen Tel. 04489/7317 Fax 04489/7380 •••@••• www.apen.de | natürlich lebenswert | http://www.apen.de/natuerlich-lebenswert/ [cid:[email protected]] [cid:[email protected]] [cid:[email protected]] Diese E-Mail könnte vertrauliche oder rechtliche geschützte Informationen enthalten. Wenn Sie nicht der richtige Adressat sind oder diese E-Mail irrtümlich erhalten haben, informieren Sie bitte sofort den Absender und löschen Sie diese E-Mail von allen Datenträgern. Das unerlaubte Kopieren sowie die unbefugte Weitergabe dieser E-Mail ist nicht gestattet. Bitte prüfen Sie der Umwelt zuliebe, ob der Ausdruck dieser E-Mail erforderlich ist.

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