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Von: Redaktion LK Stade
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Betreff: Landkreis Stade -- Pressemitteilung 221-2026 -- Kreistag: Langjährige Mitglieder geehrt – Ausscheidende Abgeordnete verabschiedet – Bewegende Bilanz gezogen
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
im Anhang eine Pressemitteilung mit der Bitte um redaktionelle Verwertung.
Kreistag: Langjährige Mitglieder geehrt – Ausscheidende Abgeordnete verabschiedet – Bewegende Bilanz gezogen
Landkreis Stade. Der Kreistag des Landkreises Stade ist am Freitag ein letztes Mal in der zu Ende gehenden Wahlperiode zusammengekommen. Kreistagsvorsitzende Arnhild Biesenbach und Landrat Kai Seefried haben in einem feierlichen Rahmen im Kreishaus zahlreiche Politikerinnen und Politiker für ihr teilweise jahrzehntelanges Engagement geehrt und ausscheidende Abgeordnete verabschiedet.
Zu den Urgesteinen zählen Robert Kamprad und Gerd Lefers, die dem Kreistag seit 35 Jahren angehören. Helmut Dammann-Tamke ist seit 34 Jahren und acht Monaten dabei, Dr. Harald Stechmann seit 30 Jahren. Lefers und Dr. Stechmann scheiden aus dem Gremium aus. 29 Abgeordnete beenden ihr Engagement im Kreistag mit dem Ende dieser Wahlperiode. Etliche ausscheidende Abgeordnete nutzten ihre letzte Kreistagssitzung, um die neu- und wiedergewählten Mandatsträger zu appellieren, sich im Sinne der Demokratie engagiert und kompromissorientiert einzubringen.
„Ich danke allen alten und neuen Kreistagsabgeordneten für ihr ehrenamtliches Engagement für die Menschen in unserem Landkreis“, sagte Landrat Kai Seefried. Der Chef der Kreisverwaltung, der bei den Kommunalwahlen im September in eine zweite, nun achtjährige Amtszeit gewählt wurde, erinnerte an prägende Entwicklungen und wegweisende Entscheidungen in der zu Ende gehenden Wahlperiode. „Wir haben viel gemeinsam erlebt, das so wohl niemand von uns vorhergesehen hat“, sagte Seefried. „Wir haben viel gemeinsam auf den Weg gebracht. Das ist keine Leistung eines Einzelnen, sondern eine Leistung von vielen.“
Die Wahlperiode begann in der Hochphase der Corona-Pandemie. Bundeswehr-Soldaten wurden zur Amtshilfe in Altenheimen und in der Kontaktnachverfolgung eingesetzt, die kurzfristig eingerichteten mobilen Impfteams des Landkreises verabreichten mehr als 30.000 Impfungen. Wenige Tage nach Beginn der russischen Vollinvasion in der Ukraine nahm der Landkreis eine Notunterkunft in Betrieb, mittlerweile haben rund 6000 Vertriebene im Landkreis Stade eine Bleibe in Sicherheit gefunden. Nach wie vor gibt es regelmäßige Hilfstransporte von Freiwilligen aus den Feuerwehren und Hilfsorganisationen an die polnisch-ukrainische Grenze. „Ich bin so dankbar für die große Solidarität! Wir dürfen es nie akzeptieren, dass ein Krieg zur Normalität wird“, sagte Seefried. „Im Mittelpunkt unseres Handelns muss der Einsatz für den Frieden stehen.“
Katastrophen- und Zivilschutz hätten an Bedeutung gewonnen, mit großer Rückendeckung des Kreistages entstand innerhalb weniger Monate das neue Katastrophenschutzzentrum des Landkreises im Wert von mehr als zwölf Millionen Euro. Die Zuschüsse des Landkreises an die Hilfsorganisationen wurden massiv erhöht, Feuerwehrtechnische Zentrale und Feuerwehr- und Rettungsleitstelle umfassend modernisiert. Drei neue Rettungswachen in Harsefeld, Guderhandviertel und Drochtersen sind in den Betrieb gegangen. Die neue Rettungswache in Stade soll im nächsten Jahr an den Start gehen.
Auf dem Gebiet der Gesundheitsversorgung hob der Landrat vor allem die Übernahme der städtischen Anteile an den Elbe Kliniken hervor, die sich jetzt in alleiniger Trägerschaft des Landkreises befinden. Das neue Bettenhaus in Stade stehe kurz vor der Fertigstellung. Die Medizinerausbildung in Kooperation mit der Stradins-University in Riga solle ausgeweitet werden, auch dafür entstehe ein neuer Bildungscampus auf dem Stader Klinik-Gelände.
Verwaltungsintern seien die Personalgewinnung und die Digitalisierung die großen Themen – und eine wichtige Basis, um mehr Service für die Bürgerinnen und Bürger bieten zu können. Mit einer transparenten Kommunikation und einer erstmals initiierten Befragung der Kundinnen und Kunden seien hier neue Maßstäbe gesetzt worden. In Sachen Wirtschaftsförderung hätten das Projekt zur Weiterentwicklung des Chemie- und Industriestandortes und die Bereitschaft des Kreistages, bis zu 7,5 Millionen Euro für die Verlegung des Stader Industriegleises bereitzustellen, gezeigt, dass die Kreispolitik an der Seite der hiesigen Unternehmen stehe.
Mit dem Start der Außenstelle der Förderschule Ottenbeck in der ehemaligen Friedrich-Fröbel-Schule, dem Bezug des Anbaus ans Harsefelder Aue-Geest-Gymnasium sowie umfangreichen Investitionen in die Gymnasien und Berufsschulen in Stade und Buxtehude habe der Landkreis viel für die jungen Menschen getan. Das Bildungsbüro sei – unter anderem im Projekt „Bildungskommune – hoch engagiert, die jüngst errungene Auszeichnung „Kinderfreundlicher Landkreis“ ein Beleg für das Engagement für Kinder und Jugendliche.
Ein Thema, mit dem sich der alte Kreistag intensiv befasst hast und auch den neuen weiterhin beschäftigten wird, ist die Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms, das bis Ende 2027 Rechtskraft erlangen soll.
Bildzeile 1: Gruppenbild vor der Sitzung am Freitagnachmittag: Der Kreistag kam ein letztes Mal in alter Besetzung zusammen. Foto: Landkreis Stade / Daniel Beneke
Bildzeile 2: Landrat Kai Seefried ehrt den ausscheidenden Kreistagsabgeordneten Dr. Harald Stechmann für sein jahrzehntelanges Engagement. Foto: Landkreis Stade / Daniel Beneke
Bildzeile 3: Der ausscheidende Kreistagsabgeordnete Gerd Lefers blickt in seiner Abschiedsrede auf herausfordernde Jahre im Kreistag zurück. Foto: Landkreis Stade / Daniel Beneke
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