Landkreis Emsland beim bundesweiten Warntag: Sirenentests und Aktivierung von Warn-Apps

Am 10. September werden Warnmittel ab 11 Uhr getestet; die Entwarnung erfolgt um 11.45 Uhr.

Am Donnerstag, 10. September, beteiligt sich der Landkreis Emsland am bundesweiten Warntag. Ab 11 Uhr werden die Warnmittel getestet, die Entwarnung folgt um 11.45 Uhr über die verschiedenen Kanäle. Erstmals sollen nach Abschluss des kreisweiten Ausbaus alle neuen Sirenen aus Meppen auslösen.

„Wir werden die Technik testen, Schwachstellen erkennen und die Bevölkerung mit den Warnsignalen vertraut machen“, sagt Landrat Marc-André Burgdorf zu der alljährlichen Aktion.

Sirenen, Warn-Apps und Cell Broadcast

Zum Probealarm werden die Warnkanäle Sirenen, Cell Broadcast, Warn-Apps wie NINA sowie Radio und Fernsehen ausgelöst. Die Sirenen zählen zu den auffälligsten Warnmitteln und erreichen nach Angaben des Landkreises auch Menschen, die gerade kein Handy, Internet oder Radio nutzen.

Die Leitstelle Ems-Vechte löst die Sirenen zentral aus. Beim bundesweiten Warntag werden erstmals kreisweit alle neuen Sirenen zu hören sein. Zusätzlich kommen im Ortskern von Papenburg, Emsbüren und Lingen mobile Sirenenanlagen zum Einsatz, die von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft betrieben werden.

Auch die an das Modulare Warnsystem (MoWaS) angebundenen Warn-Apps werden zeitgleich mit den Sirenen aktiviert. Genannt werden LKEL!, Katwarn, BIWAPP und NINA. Ebenfalls ausgelöst wird Cell Broadcast.

Voraussetzungen für den Empfang

Um Cell-Broadcast-Nachrichten empfangen zu können, muss ein Betriebssystem für Android ab Version 11 oder iOS ab Version 16.1 vorliegen. Das Handy oder Smartphone darf außerdem nicht im Flugmodus eingeschaltet sein. Zudem müssen die Warn-Apps aktualisiert und im aktiven Betrieb sein.

Ausbau des Sirenennetzes abgeschlossen

Der Aufbau des flächendeckenden Sirenennetzes im Landkreis Emsland wurde im Juli abgeschlossen. Insgesamt stehen nun 319 digitale Sirenen zur Verfügung. Die Gesamtinvestitionskosten belaufen sich auf etwa 7,4 Millionen Euro. Bund und Land Niedersachsen stellten davon etwa 3,4 Millionen Euro bereit. Der Landkreis Emsland unterstützte die Gemeinden mit etwa 1 Million Euro, die emsländischen Kommunen trugen rund 3 Millionen Euro.

Die digitalen Hochleistungssirenen können auch vorgefertigte Sprachdurchsagen ausgeben. In der Praxis habe sich jedoch etwa bei einer Bombenräumung im Sommer 2025 in Meppen gezeigt, dass bereits aufgespielte Textkonserven oftmals nicht für den Einzelfall geeignet seien. Die Sirenenhersteller hätten inzwischen nachgebessert und eine Text-to-Speech-Funktion entwickelt. Damit können individuelle, lageangepasste Textnachrichten direkt über die Sirenenanlagen in Sprachdurchsagen umgewandelt werden.

Diese situationsbezogene Sprachausgabe erweitert nach Angaben des zuständigen Dezernenten Christoph Exeler die Warnmöglichkeiten erheblich. Bis zum Jahresende sollen sämtliche 319 Sirenen zusätzlich mit der Text-to-Speech-Funktion ausgestattet werden.

Online-Umfrage und weitere Informationen

Bürgerinnen und Bürger können unter www.warntag-umfrage.de an einer Online-Umfrage teilnehmen und direktes Feedback zum Warntag geben. Auf der Homepage des Landkreises unter www.emsland.de ist über einen interaktiven Viewer einzusehen, welche Sirenen in der Umgebung auslösen. Dort finden sich auch die Warntöne sowie weitere Informationen zur Warnung der Bevölkerung.

Der Landkreis Emsland hatte 2025 neben dem bundesweiten Warntag einen eigenen kreisweiten Warntag eingeführt, der nach Angaben des Landkreises zur Sensibilisierung der Bevölkerung und zum Test der Warnmittel das nächste Mal im März 2027 stattfinden wird.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: