Siefken fordert Verhandlungen zur Zukunft am Standort Brake
Landrat macht die Immobilienfrage zum Punkt und kündigt Unterstützung durch Gesundheitsminister Philippi an

Landrat Stephan Siefken hat den kirchlichen Träger des St. Bernhard-Hospitals in Wesermarsch erneut aufgefordert, zügig und ernsthaft mit den Verantwortlichen der Helios Klinik über die Zukunft eines Gesundheitszentrums am Standort Brake zu verhandeln. Gleichzeitig stellte er klar, dass es aus seiner Sicht keine Grundlage gibt, mit Steuergeldern eine mögliche Insolvenz der kirchlichen Stiftung abzuwenden.
Der Landkreis werde deshalb auch nicht die Immobilien der kirchlichen Stiftung erwerben, hieß es weiter. Einen entsprechenden Vorschlag habe der Stiftungsvorstand öffentlich gemacht. Siefken betonte, der Landkreis wirke bereits im Rahmen seiner Möglichkeiten an dem Ziel mit, eine gute medizinische Versorgung in Brake und in der gesamten Wesermarsch zu sichern. Es sei jedoch ausdrücklich nicht Aufgabe des Landkreises, Immobilien eines kirchlichen Trägers mit Steuergeldern zu übernehmen, zumal die Preisvorstellungen nicht belegt seien.
Der Landrat mahnte zugleich Tempo an. Es bleibe keine Zeit für weitere Verzögerungen. Nach seinen Worten müsse nun direkt mit Helios gesprochen und verhandelt werden, um den berechtigten Interessen der Bürgerinnen und Bürger sowie der ehemaligen Beschäftigten gerecht zu werden, die eine Perspektive suchen. Die Immobilienfrage gehöre dabei auf den Verhandlungstisch zwischen Eigentümer und künftigem Betreiber der Gesundheitsversorgung.
Unterstützung kündigte auch Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi an, der in Kürze extra nach Brake kommen wird, um eine Lösung zu unterstützen.
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