Kultur

Salzgitter - Die neue Stadt

Im Rahmen ihrer Autarkiepolitik beschlossen die Nationalsozialisten Mitte der 1930er Jahre, die im nördlichen Harzvorland anstehenden Erzvorkommen abzubauen und zu verhütten. Zu diesem Zweck wurden am 15. Juli 1937 die Reichswerke gegründet. Um dieses Bauvorhaben überhaupt durchführen zu können, warb man aus allen Regionen Deutschlands Arbeiter an.

Wann
Donnerstag, 22. Oktober 2026 · 11:00 Uhr
65 Termine verfügbar
Wo
Städtisches Museum Schloss Salder · Museumstraße 34, 38229 Salzgitter
Eintritt
Eintritt frei
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Über die Veranstaltung

Tausende von Arbeitern wurden zunächst in rasch errichteten Barackenlagern untergebracht. Schlechter Wohnraum, große Kommunikationsprobleme untereinander und eine körperlich sehr schwere Arbeit führten dazu, dass viele Arbeiter schon nach wenigen Wochen das Salzgitter-Gebiet wieder verließen. Um diese Arbeiter halten zu können, begann 1937 der Bau der neuen Siedlungen. Die geplante Großsiedlung "Watenstedt-Salzgitter" sollte letztlich Heimat für über 100.000 Menschen werden.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges am 10./11. April 1945 blieb Watenstedt-Salzgitter jedoch in jeder Hinsicht ein Torso. Es fehlte an allem. Nachdem die Bevölkerung der Stadt gemeinsam mit Gewerkschaften, Kirchen und Parteien die Totaldemontage der Reichswerke verhindert hatte, konnte Salzgitter mit Erstausstattungsmitteln des Bundes aufgebaut werden. Ein modernes Verkehrsnetz, Verwaltungsgebäude, Schulen, Krankenhäuser und Wohnungen wurden gebaut und weitere Industriebetriebe angesiedelt.

Quelle: Tourist-Information Salzgitter. Lizenz des Veranstaltungstextes. Formatierung und Terminübersicht für diese Darstellung angepasst; Lizenz gilt auch für diese Anpassungen.

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