Betrügerische Online-Angebote für Brennholz und Pellets: Polizei warnt vor Fake-Shops

Polizei Aurich/Wittmund warnt vor Betrug bei Online-Brennholz und Pellets: Fake-Shops, Vorkasse und keine Lieferung – mehrere Tausend Euro Schaden.

Von Herold Team2 Min. Lesezeit

Mit Beginn der kälteren Jahreszeit warnt die Polizeiinspektion Aurich/Wittmund vor betrügerischen Online-Angeboten für Brennholz, Pellets und weitere Heizstoffe.

Nach Angaben der Polizei wurden in den vergangenen Tagen bereits mehrere Fälle angezeigt. Bei den Geschädigten entstand jeweils ein Schaden von mehreren Hundert bis zu mehreren Tausend Euro.

So gehen die Betrüger vor

Die Täter nutzen die hohe Nachfrage nach günstigen Brennstoffen aus und bieten diese im Internet zu vermeintlich besonders niedrigen Preisen an. Dabei stoßen Interessierte nach Polizeiangaben schnell auf professionell gestaltete Fake-Shops, die auf den ersten Blick kaum von seriösen Anbietern zu unterscheiden sind. In einigen Fällen werden Internetseiten real existierender Händler kopiert. Die angebotenen Waren existieren häufig nicht.

Als Zahlungsmethode wird oftmals ausschließlich Vorkasse verlangt. Nach der Überweisung bleibt die Lieferung dann aus. In anderen Fällen erhalten Käuferinnen und Käufer statt der bestellten Ware lediglich minderwertige Produkte.

Auch nach dem Kauf versuchen die Täter, den Kontakt zu den Geschädigten aufrechtzuerhalten. Dafür werden unter anderem Messenger-Dienste wie WhatsApp genutzt. Durch den persönlichen Kontakt soll Vertrauen geschaffen werden. Wenn Betroffene nach einer ausbleibenden Lieferung vertröstet werden, werden teilweise Lieferschwierigkeiten als Grund genannt. Dadurch kann wertvolle Zeit verstreichen, in der eine Zahlung möglicherweise noch zurückgebucht werden könnte.

Hinweise der Polizei

Die Polizei rät Verbraucherinnen und Verbrauchern, Online-Angebote vor einem Kauf sorgfältig zu prüfen und sich nicht durch besonders günstige Preise oder angeblich zeitlich begrenzte Angebote zu einer schnellen Entscheidung drängen zu lassen. Zudem sollten Interessierte den Anbieter recherchieren, den Namen des Shops prüfen und nach Erfahrungen anderer Kundinnen und Kunden suchen. Auch die Verbraucherzentrale bietet nach Angaben der Polizei Informationen zu unseriösen Online-Shops und Betrugsmaschen.

Empfohlen wird außerdem, die Preise mehrerer Anbieter zu vergleichen. Ein deutlich vom üblichen Marktpreis abweichendes Angebot sollte besonders kritisch geprüft werden. Sichere Zahlungsarten wie der Kauf auf Rechnung sollten bevorzugt werden. Bei Vorkasse ist besondere Vorsicht geboten, insbesondere bei Überweisungen an ausländische Konten. Nicht gezahlt werden sollte zudem über Bargeld-Transferdienste oder mit Gutschein-, Geschenk- oder Guthabenkarten.

Bestehen Zweifel an der Seriosität eines Anbieters, sollte von einem Kauf abgesehen und ein Händler des Vertrauens gewählt werden.

Wer bereits Opfer eines solchen Betrugs geworden ist oder einen Betrugsversuch vermutet, soll sich an die Polizei wenden und Anzeige erstatten. Dafür sollten Bestellbestätigungen, Zahlungsbelege, Nachrichten mit dem Anbieter sowie die Internetadresse des Shops gesichert und bei einer Anzeige vorgelegt werden.

Die Polizei weist darauf hin, dass auch professionell gestaltete Internetseiten keine Garantie für die Seriosität eines Anbieters darstellen. Eine sorgfältige Prüfung des Angebots und der Zahlungsbedingungen könne bereits dazu beitragen, einen finanziellen Schaden zu vermeiden.

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