Gefahrgut-Lkw brennt auf der Autobahn 1 bei Bockel

Auf der Autobahn 1 bei Bockel hat am Mittwoch, 9. September 2026, ein Gefahrgut-Lkw gebrannt. Nach Angaben der Feuerwehr wurden die Feuerwehren aus Gyhum, Elsdorf und Zeven um 13:24 Uhr alarmiert. Das Fahrzeug befand sich zwischen den Anschlussstellen Elsdorf und Bockel in Fahrtrichtung Bremen.
Im weiteren Verlauf stellte sich laut Mitteilung heraus, dass der Lkw Gefahrgut geladen hatte. Daraufhin wurde zusätzlich der Führungsdienst des Gefahrgutzuges der Kreisfeuerwehr des Landkreises Rotenburg (Wümme) alarmiert. Später wurde Vollalarm für den gesamten Gefahrgutzug ausgelöst.
Brand in Stahlmulde
Beim Eintreffen der ersten Kräfte aus Elsdorf, Gyhum und Zeven stand der Inhalt einer auf einem Anhänger transportierten Stahlmulde bereits in Vollbrand. Dichter Rauch und Flammen drangen aus der Mulde. Der Zugang zum brennenden Inhalt und damit die Brandbekämpfung waren nur über die Oberseite der Mulde möglich.
Der Fahrer des Gespanns hatte den betroffenen Anhänger vor dem Eintreffen der Feuerwehr bereits vom Zugfahrzeug getrennt. Die Einsatzkräfte begannen umgehend mit der Brandbekämpfung und gingen zunächst mit Wasser gegen die Flammen vor. Anschließend wurde die Stahlmulde mit Schaum gefüllt, um das Brandgut vollständig abzudecken und den Brand zu ersticken.
Mehrere Tanklöschfahrzeuge wurden nachalarmiert und brachten ausreichend Löschwasser an die Einsatzstelle. Nach Angaben der Feuerwehr konnte das Feuer dadurch zügig unter Kontrolle gebracht und schließlich gelöscht werden.
Warnung für die Bevölkerung
Anhand der mitgeführten Ladungspapiere sowie der am Fahrzeug angebrachten UN-Nummer konnten die Einsatzkräfte feststellen, welche Stoffe transportiert wurden. Vorsorglich wurde eine Bevölkerungswarnung veranlasst. Die Bürgerinnen und Bürger im betroffenen Bereich wurden aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen auszuschalten.
Der Lkw-Fahrer wurde bei dem Ereignis leicht verletzt. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurde er zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.
Nachlöscharbeiten am Abend
Im weiteren Verlauf wurde die Untere Wasserbehörde des Landkreises Rotenburg (Wümme) hinzugezogen, um die erforderlichen Maßnahmen sowie den fachgerechten Umgang mit dem Brandgut und den eingesetzten Löschmitteln abzustimmen.
Nach Abschluss der Löscharbeiten wurde der Anhänger zum nahe gelegenen Autobahnparkplatz Glindbusch gebracht. Dort übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei. Diese kümmerte sich anschließend gemeinsam mit der Unteren Wasserbehörde, dem Eigentümer des Fahrzeugs und hinzugezogenen Fachbetrieben um die weitere Sicherung und fachgerechte Entsorgung.
Gegen 17 Uhr wurde die Feuerwehr erneut zu Nachlöscharbeiten an dem auf dem Autobahnparkplatz Glindbusch abgestellten Anhänger alarmiert. Die Stahlmulde wurde nochmals mit einer Wärmebildkamera kontrolliert und auf verbliebene Glutnester überprüft.
Während des ersten Einsatzes musste die Autobahn 1 in Fahrtrichtung Bremen vollständig gesperrt werden. Insgesamt waren 79 Einsatzkräfte mit 22 Feuerwehrfahrzeugen vor Ort. Neben den Feuerwehren aus Gyhum, Elsdorf, Zeven und Hetzwege waren der Stellvertretende Gemeindebrandmeister Zeven Sascha Ortmann, der Kreisbrandmeister Peter Dettmer, der Gefahrgutzug der Kreisfeuerwehr des Landkreises Rotenburg (Wümme), der Rettungsdienst, die Polizei sowie die Untere Wasserbehörde im Einsatz.
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