Polizei Delmenhorst überprüft Radfahrende und E-Scooter-Fahrende bei Schwerpunktkontrollen

Die Polizei Delmenhorst setzt bei Schwerpunktkontrollen im Straßenverkehr auf eine qualifizierte Verkehrsüberwachung. Nach Angaben der Polizei geht es dabei nicht allein darum, Verkehrsverstöße festzustellen und zu ahnden. Ziel sei auch, Gefahren frühzeitig zu erkennen, Verkehrsteilnehmende für die geltenden Regeln zu sensibilisieren und dadurch Unfälle, insbesondere mit schwerwiegenden Folgen, zu verhindern.
Am Dienstag, 1. September 2026, kontrollierten Beamte und Beamtinnen der Polizei Delmenhorst gemeinsam mit Verantwortlichen der Stadt Delmenhorst zwischen 13 und 14 Uhr an der Bremer Straße gezielt Radfahrende sowie Fahrerinnen und Fahrer von E-Scootern. In diesem Bereich komme es immer wieder zu Verstößen gegen die vorgeschriebene Fahrtrichtung, also zur Nutzung der falschen Straßenseite, heißt es in der Mitteilung.
Bei den Kontrollen zeigte sich demnach zudem, dass vielen Verkehrsteilnehmenden die geltenden Vorschriften nicht oder nicht vollständig bekannt sind. Unter den Kontrollierten befanden sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler, aber auch Erwachsene. Mehreren E-Scooter-Fahrenden war nach Polizeiangaben nicht bekannt, dass das Fahren eines E-Scooters erst ab 14 Jahren erlaubt ist. Auch die jährlich erforderliche Pflichtversicherung sowie das Verbot, einen E-Scooter zu zweit zu benutzen, waren nicht allen bekannt.
Die Polizei setzte bei den festgestellten Verstößen neben der Ahndung vor allem auf Aufklärung und verkehrserzieherische Gespräche. Viele der angesprochenen Verkehrsteilnehmenden seien überrascht über ihr Fehlverhalten gewesen. In Fällen, in denen Kinder unter 14 Jahren mit einem E-Scooter unterwegs waren, wurden die Erziehungsberechtigten verständigt und gebeten, ihre Kinder abzuholen. Die Gespräche mit Jugendlichen und ihren Eltern verliefen laut Mitteilung durchweg verständnisvoll.
Innerhalb der einstündigen Kontrolle wurden rund 30 Verkehrsteilnehmende kontrolliert und entsprechende verkehrserzieherische Gespräche geführt. In 15 Fällen leiteten die Einsatzkräfte Ordnungswidrigkeiten- und Strafverfahren ein, etwa wegen Verstößen gegen die Pflichtversicherung oder wegen Fahrens entgegen der vorgesehenen Fahrtrichtung.
Die Polizei Delmenhorst kündigt an, auch künftig gezielte Schwerpunktkontrollen durchzuführen. Dabei solle neben der konsequenten Ahndung von Verkehrsverstößen vor allem die präventive Aufklärung im Mittelpunkt stehen.
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