Polizei warnt im Landkreis Nienburg und Schaumburg vor Telefonbetrug

Polizei warnt in Nienburg und Schaumburg vor Telefonbetrug: Schockanrufe und falsche Amtsträger fordern Geld und Wertsachen. Immer auflegen.

Von Herold Team2 Min. Lesezeit
Polizei warnt im Landkreis Nienburg und Schaumburg vor Telefonbetrug

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Im Landkreis Nienburg und im Landkreis Schaumburg warnt die Polizei vor Telefonbetrug, der sich gezielt gegen ältere Menschen richtet. Betrüger versuchen dabei immer wieder, am Telefon Geld und Wertsachen zu erlangen.

Schockanrufe und falsche Amtsträger

Eine besonders perfide Masche sind sogenannte Schockanrufe. Dabei setzen die Täter ihre Opfer unter Druck und erzeugen durch erfundene Notlagen Angst und Verunsicherung. Häufig wird etwa behauptet, ein Sohn, eine Tochter oder ein anderes Familienmitglied habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht und benötige dringend Geld, um eine Haft oder andere Folgen abzuwenden.

Auch Anrufe von falschen Polizeibeamten, Staatsanwälten oder Bankmitarbeitenden kommen vor. In diesen Fällen wird den Angerufenen erklärt, ihr Geld oder ihre Wertgegenstände seien wegen einer angeblichen Straftat nicht mehr sicher. Anschließend sollen Bargeld, Schmuck oder andere Wertsachen an vermeintliche Mitarbeitende übergeben werden.

Die Polizei stellt klar, dass echte Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte niemals die Herausgabe von Bargeld oder Wertsachen zur „Sicherung“ oder Verwahrung verlangen.

Beim sogenannten Enkeltrick geben sich Täter als Enkel, Kinder oder andere Angehörige aus und täuschen eine finanzielle Notlage vor. Dabei versuchen sie häufig, ihre Opfer dazu zu bringen, selbst den Namen eines Angehörigen zu nennen, und bauen das Gespräch entsprechend auf.

So können Betroffene reagieren

Die Polizei rät, sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Ein dringender Anruf sei kein Grund, sofort zu handeln. Wer ein merkwürdiges Gefühl hat, soll das Gespräch beenden, den angeblichen Angehörigen unter der bekannten Telefonnummer selbst zurückrufen und bei verdächtigen Anrufen auflegen.

Wichtig ist außerdem, sich von vermeintlichen Polizeibeamten oder anderen Amtsträgern nicht zur Herausgabe von Geld oder Wertsachen bewegen zu lassen. Bargeld oder Wertgegenstände sollten niemals an unbekannte Personen übergeben werden. Am Telefon sollten auch keine Informationen über finanzielle oder familiäre Verhältnisse preisgegeben werden. Ebenso sollte man sich nicht dazu bringen lassen, eine angebliche Notlage geheim zu halten.

Bei einem verdächtigen Anruf empfiehlt die Polizei, selbst die 110 zu wählen. Dabei soll nicht die Telefonnummer genutzt werden, die der Anrufer nennt.

Auch Angehörige können helfen

Auch Angehörige, Freunde und Nachbarn können dazu beitragen, ältere Menschen vor Telefonbetrug zu schützen. Die Polizei empfiehlt, offen über die verschiedenen Betrugsmaschen zu sprechen und gemeinsam zu vereinbaren, wie bei ungewöhnlichen Geldforderungen vorgegangen werden soll. Eine einfache Regel könne helfen: Bei größeren Geldforderungen wird immer zuerst eine Vertrauensperson kontaktiert.

Wer auf einen Betrugsversuch hereingefallen ist oder bereits Geld oder Wertsachen übergeben hat, sollte sich nicht schämen, sondern sofort die Polizei informieren.

Die Täter nutzen gezielt Angst, Hilfsbereitschaft und Vertrauen aus. Die Polizei betont deshalb erneut: Sie ruft niemals an, um Geld oder Wertsachen zu fordern. Bei einem verdächtigen Anruf gilt: auflegen, durchatmen und selbst die Polizei über 110 kontaktieren.

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