Wohnungsbrand in Rotenburg löst umfangreichen Feuerwehreinsatz aus

In der Nacht zu Sonntag hat ein Wohnungsbrand in der Bergstraße in Rotenburg einen umfangreichen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Die Leitstelle alarmierte die Kräfte um 01:25 Uhr zunächst unter dem Stichwort „F3-Y - brennt Wohnung, Menschenleben in Gefahr“.
Die Feuerwehr Rotenburg befand sich zu diesem Zeitpunkt noch im Feuerwehrhaus, nachdem sie kurz zuvor von einem vorherigen Einsatz zurückgekehrt war. Die Leitstelle sprach die Einsatzkräfte deshalb direkt an, sodass sie unverzüglich erneut ausrücken konnten.
Starker Rauch aus Wohnung im ersten Obergeschoss
Beim Eintreffen der ersten Kräfte bestätigte sich die Meldung. Aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss drang bereits starker Rauch. Eine Person hatte die betroffene Wohnung zu diesem Zeitpunkt bereits verlassen. Wegen der starken Rauchentwicklung und der zunächst unklaren Lage im Gebäude leitete die Feuerwehr umgehend umfangreiche Rettungs- und Löschmaßnahmen ein.
Da sich in dem Gebäude insgesamt 16 Wohneinheiten befinden und die Wohnungen teilweise verwinkelt angeordnet sind, war die Erkundung besonders aufwendig. Weitere Bewohnerinnen und Bewohner wurden durch die Einsatzkräfte aus dem Gebäude geführt beziehungsweise gerettet. Wegen der unklaren Rauchausbreitung und der Vielzahl der Wohnungen wurde das Einsatzstichwort zwischenzeitlich auf „F4-Y“ erhöht.
Brand schnell unter Kontrolle
Mehrere Trupps unter Atemschutz gingen zur Brandbekämpfung in das Gebäude vor. Das Feuer in der betroffenen Wohnung konnte zügig bekämpft werden. Im weiteren Verlauf wurde Brandgut aus der Wohnung ins Freie gebracht und dort abgelöscht.
Insgesamt wurden 14 Personen durch den Rettungsdienst gesichtet, zwei von ihnen mussten zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert werden. Von den insgesamt 16 Wohneinheiten wurde eine Wohnung unmittelbar durch den Brand betroffen. Bei zehn weiteren Wohnungen kam es zu Raucheintrag, insbesondere über den verrauchten Flur- und Treppenraumbereich. Diese Wohnungen waren zum Abschluss der Einsatzmaßnahmen zunächst nicht betretbar.
Zahlreiche Kräfte im Einsatz
Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Bartelsdorf, Borchel, Hastedt, Hemsbünde, Mulmshorn, Rotenburg, Scheeßel, Waffensen, Unterstedt und Zeven. Der Rettungsdienst war mit der SEG Rotenburg, zwei Notarzteinsatzfahrzeugen, vier Rettungswagen, einem Notfall-Krankentransportwagen, einem Einsatzleitwagen sowie dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst vor Ort.
Insgesamt waren 135 Einsatzkräfte mit 35 Fahrzeugen im Einsatz. Davon entfielen 117 Einsatzkräfte und 26 Fahrzeuge auf die Feuerwehr. Die Ursache des Brandes ist nach Angaben der Feuerwehr noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Nach rund drei Stunden konnte der Einsatz beendet werden.
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