Grundsteinlegung für die Feuerwehrtechnische Zentrale im Landkreis Leer in Brinkum

Auf dem Gelände mit rund 32.400 Quadratmetern entstehen Einrichtungen für Brandschutz, Katastrophenschutz und Veterinärwesen – Investition von rund 38 Millionen Euro

Mit einer symbolischen Grundsteinlegung haben am Freitag, 28. August 2026, die Bauarbeiten für die neue Feuerwehrtechnische Zentrale des Landkreises Leer in Brinkum begonnen. Auf dem rund 32.400 Quadratmeter großen Gelände entsteht ein modernes Zentrum, in dem künftig nicht nur der Brandschutz, sondern auch der Katastrophenschutz sowie das Amt für Veterinärwesen mit seinem Tierseuchen-Logistikzentrum untergebracht werden.

Die Investitionssumme für das Großprojekt beläuft sich auf rund 38 Millionen Euro. Landrat Matthias Groote und Kreisbrandmeister Ernst Berends legten gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Feuerwehr den Grundstein. In einer Zeitkapsel wurden dabei unter anderem Baupläne, Zeitung und ein Satz Münzen sowie eine kupferne Figur des heiligen Sankt Florian, dem Schutzpatron der Feuerwehr, und eine kleine 3D-Druck-Figur von Rind, Schwein und Ente versenkt. Die Figuren sollen die Arbeit des Veterinäramts symbolisieren.

Groote betonte bei dem Termin, dass damit der Grundstein für Sicherheit, Leistungsfähigkeit und die Zukunft des Landkreises Leer gelegt werde. Die neue FTZ sei eines der Gebäude, die funktionieren müssten, wenn es darauf ankomme. Nach Angaben des Landrats entstehen neben modernen Räumen für die Ausbildung der Einsatzkräfte auch wichtige Kapazitäten für die Krisenbewältigung sowie die Lebensmittel- und Veterinärüberwachung im Landkreis Leer.

Energie- und Umweltkonzept

Das Bauvorhaben setzt auf ein zukunftsorientiertes Energie- und Umweltkonzept und erhält dafür eine Bundesförderung von 355.800 Euro von der KfW für den klimafreundlichen Neubau. Vorgesehen sind eine Luft-Wärmepumpe, eine Photovoltaikanlage mit 1.037 PV-Modulen und rund 455 kWp installierter Leistung, Kleinwindkraftanlagen, ein Batteriespeicher mit 400 kWh sowie eine Regenwassernutzung für Brauchwasser.

Weitere Schritte und Zeitplan

Mit der Grundsteinlegung beginnt nun der Rohbau. Anschließend folgen die weiteren Gewerke; insgesamt werden mehr als 50 Gewerke am Bau beteiligt sein. Nach der Mitteilung ist die Fertigstellung des Projekts für das erste Quartal 2029 geplant.

Landrat Groote verwies zudem darauf, dass ein Bauvorhaben dieser Größenordnung niemals allein gelinge und dass das Projekt auch ein Gemeinschaftsprojekt der regionalen und überregionalen Wirtschaft sei.

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