Internationales Wochenende am Osnabrücker Marktplatz mit Musik und Fest der Kulturen
Zwei Veranstaltungen mit freiem Eintritt: Sinti Musik Festival „Women on Stage“ und das Fest der Kulturen mit rund 60 internationalen Vereinen
Auf dem Osnabrücker Marktplatz stehen am Wochenende vom 12. bis 13. September zwei Veranstaltungen im Zeichen internationaler Begegnung, Musik und kultureller Vielfalt. Das Büro für Friedenskultur der Stadt Osnabrück richtet sie gemeinsam mit zahlreichen internationalen Osnabrücker Vereinen aus. Der Eintritt ist an beiden Tagen frei.
„Women on Stage“ beim Sinti Musik Festival
Den Auftakt macht am Samstag, 12. September, das Sinti Musik Festival unter dem Motto „Women on Stage“. Von 19 bis 23 Uhr ist auf der Bühne vor dem Rathaus Musik der Sinti zu hören. Veranstaltet wird der Open-Air-Abend vom städtischen Büro für Friedenskultur gemeinsam mit dem Niedersächsischen Verband Deutscher Sinti e.V. am Vorabend des Festes der Kulturen.
Im Mittelpunkt steht laut Mitteilung die Sichtbarkeit von Sinti- und Roma-Frauen. Ziel sei es, weibliche Perspektiven innerhalb der Minderheit stärker auf die Bühne zu bringen und der Unterrepräsentation dieser Künstlerinnen in der etablierten Kulturszene entgegenzuwirken.
Auf dem Programm stehen die Sängerinnen Susey, Kadischa und Jamena Schwarz. Begleitet werden sie unter anderem von einer Live-Band. Susey Wendy wird als Gewinnerin des Gesangwettbewerbs „Welcome to Europe Song Contest“ und Finalistin der 14. Staffel von „The Voice Kids“ vorgestellt. Kadischa Weiß nahm den Angaben zufolge 2024 an „The Voice of Germany“ teil und sang sich dort bis ins Halbfinale; außerdem erreichte sie bei „Deutschland sucht den Superstar“ die Liveshows. Jamena Schwarz stammt aus Osnabrück und ergänzt das Programm als lokale Nachwuchsstimme.
Fest der Kulturen am Sonntag
Am Sonntag, 13. September, folgt von 13 bis 19 Uhr das traditionelle Fest der Kulturen. Es findet seit 25 Jahren in dieser Form statt und soll den lebendigen Austausch sowie den Dialog zwischen verschiedenen Kulturen in Osnabrück fördern.
Nach Angaben der Stadt beteiligen sich auf dem Marktplatz rund 60 internationale Vereine, Gemeinden, Aktionsgruppen sowie Künstlerinnen und Künstler aus rund 25 Nationen. Sie präsentieren sich mit kurzen Tanz- und Musikeinlagen, Informationen, Aktionen und Spezialitäten aus ihren Herkunftsländern und ihrer aktuellen Arbeit.
An den landestypisch geschmückten Ständen werden unter anderem Cevapcici auf serbische oder rumänische Art, polnische Bigos, Mantus aus Afghanistan, Köfte, Lahmacun und Gözleme aus der Türkei, ukrainische Borschtsch, französische Crêpes und portugiesische Pastéis de Nata angeboten. Außerdem werden tamilische, sudanesische und äthiopische Stände genannt.
Ergänzt wird das Angebot durch Infostände, an denen sich Besucherinnen und Besucher über aktuelle und geplante Projekte der lokalen Kulturvereine, Organisationen und integrationspolitisch aktiven Initiativen informieren können. Mitmach-Aktionen laden zudem zum eigenen Ausprobieren ein.
Ein ganztägiger Schwerpunkt ist das Bühnenprogramm mit traditionellen und modernen Tanz- und Musikdarbietungen aus unterschiedlichen Kulturen. Dort stellen sich vor allem internationale Vereine und ihre Kulturgruppen aus Stadt und Region Osnabrück vor.
Das Fest wird nach Angaben der Stadt jedes Jahr vom Büro für Friedenskultur in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Vereinen, Organisationen und Initiativen sowie mit Unterstützung zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer organisiert. Beide Veranstaltungen sollen ein Zeichen für friedliches Zusammenleben, kulturelle Vielfalt und gegen Rassismus und Diskriminierung setzen.
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