Parkstraße erhält Piktogrammketten für den Radverkehr

Osnabrück ersetzt ab 12. Oktober die Schutzstreifen auf der Parkstraße durch Piktogrammketten. Die Arbeiten dauern voraussichtlich zwei bis drei Tage.

Von Presse-Service.de2 Min. Lesezeit
Neue Fahrbahnmarkierung an einem nicht identifizierbaren Ort.

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Auf der Parkstraße in Osnabrück werden die Schutzstreifen für Radfahrende in beiden Fahrtrichtungen durch Piktogrammketten ersetzt. Die Arbeiten beginnen am Montag, 12. Oktober, und sollen voraussichtlich zwei bis drei Tage dauern. In dieser Zeit kann es abschnittsweise zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen: Der Verkehr muss einspurig am Markierungstrupp vorbeifließen.

Mehr Abstand zum Bordstein

Die bisherigen Schutzstreifen stammen aus der Zeit des Straßenausbaus vor etwa 20 Jahren. Mit 1,40 Metern sind sie nach heutigen Maßstäben zu schmal und außerdem stark verwittert. Zudem gab es wiederholt Beschwerden über zu enges Überholen durch Kraftfahrzeuge. Für breitere Schutzstreifen reicht der Platz auf der Fahrbahn nicht aus. Auch eine bauliche Trennung ist laut Stadt nicht möglich, weil die Gehwege dafür zu schmal sind und der prägende Baumbestand erhalten bleiben soll.

Die Piktogrammketten führen Radfahrende im Mischverkehr auf der Fahrbahn. Dafür werden große Fahrradsymbole fortlaufend auf die Straße markiert. Sie sollen Autofahrenden verdeutlichen, dass Radfahrende dort auf der Fahrbahn fahren dürfen. Die Symbole werden mit Abstand zum Bordstein angebracht, um Radfahrende aus der Dooring-Zone fernzuhalten – dem Bereich, in dem sich durch unachtsam geöffnete Autotüren Unfallgefahren ergeben.

Radfahrende fahren künftig im Mischverkehr

Für Radfahrende bedeutet die neue Führung, sich in den fließenden Verkehr einzuordnen. Es gilt das Rechtsfahrgebot. Autofahrende müssen beim Überholen mindestens 1,50 Meter Seitenabstand einhalten. Wegen der geringen Fahrbahnbreite werden sie bei Gegenverkehr in der Regel hinter den Radfahrenden bleiben müssen.

Auch die Radfurten an den Kreuzungen werden entfernt und durch Fahrradpiktogramme ersetzt. Damit soll die Führung des Radverkehrs auf der Parkstraße einheitlich und verständlich sein.

Die Stadt verweist auf einen ersten Versuch mit Piktogrammketten in Osnabrück: 2019 wurden sie als Teil einer bundesweiten Forschungsstudie auf der Lotter Straße eingesetzt. Nach Angaben der Stadt zeigte die Studie eine höhere subjektive und objektive Sicherheit für Radfahrende. Piktogrammketten gibt es inzwischen auch auf der Meller Straße, der Großen Schulstraße, der Liebigstraße und der Bramscher Straße. In die Planungen für die Parkstraße waren zudem der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club und das Team Radentscheid über die AG Radverkehr eingebunden.

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