Vehrter Landstraße in Osnabrück wird am 2. Oktober wieder freigegeben

Die Vehrter Landstraße in Osnabrück wird am Freitag, 2. Oktober, wieder für den Verkehr freigegeben. Damit endet eine gut zweijährige Bauphase auf dem Abschnitt zwischen Hansastraße und dem Fahrbahnteiler vor dem Haster Weg.
Die Stadt Osnabrück hat die Straße dort gemeinsam mit der SWO Netz umfassend neu gestaltet. Nach Angaben der Stadt sollte der Umbau die Strecke für alle Verkehrsteilnehmenden sicherer machen und zugleich die zuvor massiven Geräuschemissionen verringern. Außerdem wurde die Brücke über die Nette abgerissen und neu gebaut.
Drei Bauabschnitte wegen Nettebad und Eishalle
Besonders anspruchsvoll war das Projekt, weil die Zufahrten zum Nettebad und zur Eishalle innerhalb des Baustellenbereichs liegen. Die Arbeiten wurden deshalb in drei Abschnitte aufgeteilt. So blieb die Zufahrt nach Angaben der Stadt zumindest aus einer Richtung stets möglich, weil die Bereiche ohne laufende Arbeiten befahrbar waren.
Verzögert wurde die Maßnahme durch die lange Schlechtwetterperiode von Januar bis März dieses Jahres. In dieser Zeit mussten die Arbeiten weitestgehend ruhen, weil Tiefbauarbeiten nicht möglich waren. Insgesamt dauerte das Projekt dadurch rund drei Monate länger als zunächst veranschlagt. Zeit eingespart wurde laut Stadt an anderer Stelle, weil die Arbeiten an der Nettebrücke bereits während des ersten Bauabschnitts stattfanden.
Regenwasser versickert vor Ort
Die neu gestaltete Vehrter Landstraße ist so angelegt, dass das gesamte Regenwasser vor Ort in Sickerbecken versickert. Nach Angaben der Stadt wird somit kein Regenwasser zum Klärwerk geleitet.
Für den Hochwasserschutz wurde zudem der Durchlass am Landwehrgraben vergrößert. Hintergrund ist, dass die neu berechnete Durchflussmenge den heutigen Starkregenereignissen sonst nicht mehr standgehalten hätte.
Alter Betonbelag wurde wiederverwendet
Auch beim Material setzte das Projekt auf Wiederverwendung. Der alte Fahrbahnbelag aus Beton wurde ausgebaut, am nahegelegenen Limberg gebrochen und anschließend nicht mehr als Oberfläche, sondern als Tragschichtmaterial wieder eingebaut. Nach Angaben der Stadt wurden so insgesamt 4350 Kubikmeter Material recycelt.
Leitungen, Kanal und Beleuchtung erneuert
Parallel zum Straßenbau hat die SWO Netz das Stromnetz zukunftsfähig gemacht und die Straßenbeleuchtung erneuert. Zudem wurden Versorgungsleitungen mitverlegt und ein neues Kanalsystem gebaut, das nach Angaben des Unternehmens auch für Starkregenereignisse gerüstet ist.
Mit der Freigabe endet nach Darstellung der Beteiligten auch eine lange Zeit der Einschränkungen rund um das Nettebad. Dessen Gäste könnten nun wieder uneingeschränkt mit Auto, Bus oder Fahrrad anreisen. Laut Bäderchef Torsten Krier fiel der prognostizierte Besucherrückgang durch die Baustelle geringer aus als erwartet.
Kosten bei rund sechs Millionen Euro
Die Kosten für den Straßenbau sowie den Bau der Brücke belaufen sich auf rund sechs Millionen Euro.
Stadtbaurat Thimo Weitemeier sagte: „Die Straße erfüllt einen Aspekt, der mir besonders wichtig ist. Sie ist nach dem Umbau für alle Verkehrsteilnehmer besser als zuvor: Mehr Komfort für Autofahrer, mehr Sicherheit für Radfahrer und überhaupt die Möglichkeit, sie gut und sicher zu nutzen für Fußgänger. Darüber hinaus haben wir den Lärm deutlich reduziert.“
Tino Schmelzle, Geschäftsführer der SWO Netz, erklärte: „Baustellen sind für niemanden angenehm – aber dennoch nötig. Unter der neuen Straßenoberfläche haben wir eine leistungsfähige Infrastruktur für mehr Versorgungssicherheit geschaffen.“
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