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Soziales

Verdienstkreuz am Bande für Prof. em. Dr. Doris Schiemann

Oberbürgermeisterin Katharina Pötter würdigte die Verdienste um Akademisierung und Qualitätsentwicklung der Pflege in Deutschland

Von Presse-Service.devor 5 Tagen

Die Osnabrücker Pflegewissenschaftlerin Prof. em. Dr. Doris Schiemann ist am Donnerstag, 17. September, mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Die Ehrung erfolgte für ihre herausragenden Verdienste um die Akademisierung und Qualitätsentwicklung der Pflege in Deutschland.

Oberbürgermeisterin Katharina Pötter überreichte im historischen Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses die Ordensinsignien und die Verleihungsurkunde im Namen des Bundespräsidenten.

Mit der Auszeichnung wird nach Angaben der Stadt das Lebenswerk einer Wissenschaftlerin gewürdigt, deren Arbeit bis heute wirkt. Schiemann war zu Beginn der 1980er-Jahre an die damalige Fachhochschule Osnabrück berufen worden. Dort baute sie den bundesweit ersten Studiengang für Pflege sowie später die Diplomstudiengänge Pflegemanagement und Pflegewissenschaft mit auf.

Ein weiterer wichtiger Schritt folgte 1992 mit der Gründung des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP). Das Netzwerk entwickelte unter ihrer Leitung über zwei Jahrzehnte hinweg die bis heute bundesweit maßgeblichen evidenzbasierten Expertenstandards.

In ihrer Ansprache hob Oberbürgermeisterin Pötter die Verbindung zwischen Wissenschaftsstandort und konkreter Verbesserung von Lebensbedingungen hervor. Sie betonte, dass Wissenschaft dort lebendig werde, wo sie Probleme anpacke und den Alltag spürbar besser und menschlicher mache. Schiemann sei dafür ein Vorbild. Zudem würdigte Pötter, dass es Schiemann bei der Standardisierung von Pflege nie vorrangig um Effizienz oder Kostenreduktion gegangen sei, sondern um die Würde des Menschen.

Die Oberbürgermeisterin dankte der Wissenschaftlerin außerdem für ihren langjährigen Einsatz als Mahnerin und Ratgeberin in bundesweiten Expertengremien und auf regionalen Podien. Schiemann zeigte sich im Kreis geladener Gäste, Weggefährtinnen und Weggefährten tief bewegt und dankbar. In ihrer Rede blickte sie auf den Weg der Akademisierung der Pflege seit den 1980er-Jahren an der Hochschule Osnabrück zurück. Sie betonte, dass der Aufbau des Fachbereichs und die Entwicklung des DNQP eine Teamleistung vieler Engagierter gewesen sei, und dankte neben früheren Kolleginnen und Kollegen auch ihrer Familie für die jahrelange Unterstützung.

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