Zukunftsplan 2030 im Gespräch mit den Volkswagen-Standorten
Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister der deutschen Standorte trafen sich mit Thomas Schäfer, um Lage, Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen zu besprechen
Die Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister der deutschen Volkswagen-Standorte haben sich am Mittwoch mit Thomas Schäfer, Mitglied des Konzernvorstands und Vorsitzender der Marke Volkswagen, getroffen. Nach Angaben der Stadt Braunschweig stellte Schäfer dabei den Zukunftsplan 2030 des Konzernvorstands vor, dem der Aufsichtsrat in der vergangenen Woche einvernehmlich zugestimmt hatte.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Lage der Standorte, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Einigkeit bestand den Angaben zufolge darüber, dass insbesondere die große Zahl an Billigimporten aus China den Wettbewerb im europäischen Automarkt stark verzerrt. Als notwendig wurden schnelle Entscheidungen auf europäischer Ebene genannt, darunter Ausgleichszölle und „Made in Europe“-Regeln.
Nach Darstellung der Stadt war es ein intensiver und konstruktiver Austausch, in dem die Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister die spezifischen Situationen an den jeweiligen Standorten ansprachen. Diskutiert wurden außerdem Bürokratie, Energiepreise, Kosten, Steuern, Regulatorik, staatliche Fördermaßnahmen sowie der Handlungsbedarf zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. Thema war auch das veränderte geopolitische Umfeld mit Schutzzöllen in den USA und massiven staatlichen Subventionen für Industrieunternehmen in China.
Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum erklärte: „Ich danke dem Vorstand der Volkswagen AG für diesen Austausch, der auch in Zukunft fortgesetzt werden sollte. Wir Städte begleiten den großen Transformationsprozess, vor dem VW steht, konstruktiv. Auftrag des Vorstandes und der Anteilseigner muss sein, Werksschließungen mit allen Mitteln zu verhindern, Beschäftigung zu erhalten und konkrete Zukunftslösungen für alle Standorte zu entwickeln. Gemeinsam kämpfen wir für jeden Arbeitsplatz! Die enorme Kompetenz und Innovationskraft, die es gerade auch in unserem Braunschweiger Werk gibt, gilt es zu nutzen und Volkswagen insgesamt wettbewerbsfähig für die Zukunft aufzustellen.“
Abschließend wurde vereinbart, den Austausch in regelmäßigen Abständen fortzusetzen.
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