Am Zeteler Esch wird nur eine Wegseite gemäht

Am Zeteler Esch fördert abschnittsweise Mahd die heimische Pflanzenvielfalt und erhält Lebensräume für Insekten und Vögel.

Von Redaktion LK Friesland1 Min. Lesezeit
Hohlweg am Zeteler Esch, der von der Geest hinunter in die Marsch führt.

Foto: Petra Walentowitz

Foto: Petra Walentowitz

Am Hohlweg am Zeteler Esch wird im Spätsommer einmal jährlich abschnittsweise gemäht. Dabei wird jeweils nur eine Wegseite bearbeitet. Das Pflegekonzept soll die heimische Pflanzenvielfalt fördern und zugleich Lebensräume für Insekten und Vögel erhalten.

Seit dem Frühjahr 2019 gilt das Konzept am Zeteler Esch und auf angrenzenden Flächen. Beteiligt sind unter anderem die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Friesland, die Gemeinde Zetel, Landwirte, die Jägerschaft, Flächeneigentümerinnen und Flächeneigentümer sowie freiwillige Helferinnen und Helfer.

Auf gebietsfremde Saatmischungen wird verzichtet. Stattdessen sollen sich Pflanzen ansiedeln können, die sich unter den örtlichen Bedingungen von selbst entwickeln. Nach der Mahd wird das Schnittgut abgetragen, um den Nährstoffgehalt des Bodens zu senken. Davon profitieren laut Landkreis kleine Blütenpflanzen, die für die Insektenvielfalt wichtig sind.

Auf der ungemähten Wegseite bleibt Staudenvegetation als Lebensraum erhalten. Auch viele Pflanzenstängel bleiben stehen, damit Insektenlarven darin überwintern können. Gräser und Wildpflanzen können zudem Samen ausbilden. Diese dienen Vogelarten wie Stieglitz, Hänfling, Rebhuhn und Fasan als Nahrung, auch im Winter.

Weitere Informationen zum Thema Biodiversität gibt es unter naturkieker.de.

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