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Blaulicht

Vollübung des Katastrophenschutzes im Landkreis Grafschaft Bentheim

Rund 1.000 Einsatzkräfte trainieren am 10. Oktober 2026 Szenarien wie Waldbrand, Hochwasser und Gefahrgutunfall – ohne Gefahr für die Bürgerinnen und Bürger

Von Redaktion LK Grafschaft Bentheimvor 1 Tag

Am 10. Oktober 2026 findet im Landkreis Grafschaft Bentheim eine großangelegte Vollübung des Katastrophenschutzes statt. Ab 8 Uhr trainieren rund 1.000 Einsatzkräfte über mehrere Stunden für den Ernstfall. Auf dem Übungsplan stehen ein großflächiger Waldbrand in Itterbeck, Hochwasser in der Nordhorner Innenstadt sowie ein Gefahrgutunfall am Bahnhof in Bad Bentheim.

Für Bürgerinnen und Bürger besteht nach Angaben des Landkreises keine Gefahr. Dennoch werden zahlreiche Einsatzfahrzeuge mit Martinshorn und Blaulicht unterwegs sein, außerdem können mehrere Hubschrauber über der Grafschaft zu sehen sein.

Übung mit mehreren Einsatzlagen

Landrat Uwe Fietzek bezeichnete die Vollübung als die bislang größte Katastrophenschutzübung, die in der Grafschaft als Untere Katastrophenschutzbehörde umgesetzt wurde. Auch landesweit zähle sie in dieser Form zu den größten. Beteiligt seien neben den örtlichen Kräften auch zentrale Einheiten des Landes Niedersachsen, Katastrophenschutzeinheiten aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sowie niederländische Einsatzkräfte.

Ziel der Übung ist es, die Zusammenarbeit aller alarmierten Behörden, Stäbe und Einsatzkräfte unter realistischen Bedingungen zu erproben und die Grafschaft bestmöglich auf Katastrophenereignisse vorzubereiten. Im Mittelpunkt stehen drei Großschadenslagen an den Einsatzorten Itterbeck, Nordhorn und Bad Bentheim.

Die für den Katastrophenschutz zuständige Dezernentin Dr. Elke Bertke teilte mit, dass Details zu den Szenarien vorab nicht genannt werden können, damit die Einsatzkräfte nicht wissen, was sie erwartet. Die Szenarien würden so realistisch wie möglich umgesetzt. Beim Waldbrandszenario seien etwa Rauchschwaden zu sehen. Zudem seien zahlreiche Statistinnen und Statisten eingebunden, die unter anderem verletzte Personen darstellen.

Verkehrsbehinderungen und Sperrungen

Auch wenn keine Gefahr für die Bevölkerung besteht, müssen Bürgerinnen und Bürger mit Verkehrsbehinderungen und zeitweisen Beeinträchtigungen rechnen.

In Itterbeck sind am 10. Oktober 2026 zwischen 8 und 15 Uhr der Kirchweg, der Hooge Weg und die Landerlebnisroute nach Uelsen gesperrt. In Nordhorn ist an diesem Tag der Mühlendamm zwischen dem „Café Extrablatt“ und dem „Gecco Gasthouse“ ebenfalls gesperrt. Rund um den Vechtesee muss zudem mit kurzzeitigen Behinderungen gerechnet werden, insbesondere in Höhe des „Pier 99“.

Vorbereitung über viele Monate

Die Planungen für die Vollübung begannen bereits im vergangenen Jahr. Seit Monaten trifft sich ein Vorbereitungsteam aus Vertreterinnen und Vertretern der Abteilung Bevölkerungsschutz unter der Leitung von Thomas Heinrich und der Projektleitung von Matthias Woltering sowie der Grafschafter Kreisfeuerwehr regelmäßig. Fachlich begleitet wird das Team von der Firma HCT Stabsschulung.

Nach Angaben des Landkreises werden neben den operativ-taktischen Einheiten auch der Katastrophenschutzstab des Landkreises sowie die Technische Einsatzleitung beübt. Im Kreishaus seien dadurch zusätzlich 100 Personen beteiligt. Dezernentin Bertke dankte dem Vorbereitungsteam sowie den Übungsleitungen der Feuerwehren aus Itterbeck, Nordhorn und Bad Bentheim für die umfangreiche Arbeit im Vorfeld.

Weitere Informationen will der Landkreis in den Tagen vor der Vollübung auf seiner Internetseite unter www.grafschaft-bentheim.de/bevoelkerungsschutz veröffentlichen. Dort sollen Interessierte dann unter anderem erfahren, von welchen Aussichtspunkten aus sich die Arbeit der Einsatzkräfte gut beobachten lässt.

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