Fachtag in Stade zeigt Wege zu besserer Berufsorientierung
Wie können Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf besser begleitet werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich ein Fachtag des Bildungsbüros des Landkreises Stade am 7. Oktober im Großen Sitzungssaal des Kreishauses. Vertreterinnen und Vertreter aus Schule, Wirtschaft und Beratung diskutierten die Umsetzung des aktualisierten niedersächsischen Runderlasses zur Beruflichen Orientierung und stärkere regionale Zusammenarbeit.
Unter dem Motto „Vom Erlass zur Umsetzung – Chancen des neuen BO-Erlasses nutzen“ standen sowohl bewährte Praxisbeispiele als auch die Unterstützung junger Menschen mit unterschiedlichen Startbedingungen im Mittelpunkt. Erster Kreisrat Thorsten Heinze betonte in seinem Grußwort: „Schule und Wirtschaft müssen Hand in Hand arbeiten. Nur wenn Betriebe frühzeitig in die Schulen gehen und Orientierung bieten, können wir den Fachkräftenachwuchs in unserer Region sichern.“ Zugleich dürfe kein Jugendlicher am Übergang in den Beruf allein gelassen werden.
Drei Foren zu Teams, Unterstützung und Übergängen
In drei Fachforen ging es darum, wie Schulen tragfähige Teams für die Berufliche Orientierung aufbauen, Jugendliche in schwierigen Lebenslagen erreichen und die Zusammenarbeit zwischen Gymnasien und berufsbildenden Schulen verbessern können. Beteiligt waren Fachleute des Instituts LernGesundheit, der Jugendberufsagentur im Landkreis Stade, der BBS III Stade und des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung Lüneburg.
Beim „Markt der Möglichkeiten“ präsentierten regionale Einrichtungen und Projekte ihre Angebote. Die Jugendberufsagentur stellte ihre Anlaufstellen und Beratungsangebote vor. Die IHK Elbe-Weser informierte über ihren Schulpraktikumsfinderexterner Link, öffnet ein neues Fenster, über den Jugendliche Praktikumsplätze in der Region finden können.
Das Projekt „Social Entrepreneurship Education in der Hanseregion Stade“ (HanSEE) zeigte, wie Schülerinnen und Schüler soziale Projektideen entwickeln können. Als Beispiel nannte die Mitteilung „Hay Future“, eine Projektgruppe, die Verpackungen aus Gras und Heu entwickelt.
Einblicke in Berufe und Ausbildungswege
Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade stellte das Förderprogramm „Passgenaue Besetzung und Willkommenslotsen“ vor. Es unterstützt Betriebe bei der Suche nach Jugendlichen für Ausbildungsplätze und junge Menschen bei der Suche nach Ausbildungs- und Praktikumsplätzen.
Das Bildungsbüro präsentierte seine Angebote im Bereich MINT. Beim Projekt „MINTeresse wecken – MINTalente entdecken“ können Jugendliche Tätigkeiten bei Partnerunternehmen der Region kennenlernen. Informationen dazu gibt es auf der Seite des Bildungsbürosexterner Link, öffnet ein neues Fenster.
Das Projekt Praxisbotschafter bringt Vertreterinnen und Vertreter der lokalen Wirtschaft mit Lehrkräften zusammen, um Unterricht praxisbezogen zu gestalten. Außerdem stellte sich das Lehrkräfteservicebüro als Anlaufstelle für angehende Lehrkräfte vor. Das Angebot MILeNa (MINT-Lehrkräfte-Nachwuchsförderung)externer Link, öffnet ein neues Fenster ermöglicht Schülerinnen und Schülern der Oberstufe Einblicke in die Arbeit als MINT-Lehrkraft, unter anderem durch praktische Erfahrungen an Schulen und Workshops.
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