Standortprojekt Stade wird mindestens zwei Jahre fortgeführt

Das Chemie- und Industrienetzwerk Stade wird mindestens zwei Jahre fortgeführt. Geplant sind mehr Standortmarketing und eine Finanzierung von 250.000 Euro pro Jahr.

Von Redaktion LK Stade2 Min. Lesezeit
Dagmar Linse (stellvertretende Referatsleiterin für Chemie im niedersächsischen Wirtschaftsministerium), Stephan Engel (Standortmanager), Kai Seefried (Landrat).

Foto: Landkreis Stade / Daniel Beneke

Foto: Landkreis Stade / Daniel Beneke

Das Netzwerk für die Weiterentwicklung des Chemie- und Industriestandorts Stade wird mindestens zwei weitere Jahre fortgeführt. Beteiligt sind Unternehmen, Gewerkschaften, Verbände, Verwaltung und Politikexterner Link, öffnet ein neues Fenster. Für die zweite Projektphase soll das Standortmarketing intensiv ausgebaut werden.

Die erste Phase des bei der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landkreises Stade angesiedelten Projekts endet zum Jahresende 2026. Das Land Niedersachsen fördert sie bislang mit jährlich 100.000 Euro. Für die Fortsetzung wird eine Gesamtfinanzierung von 250.000 Euro pro Jahr angestrebt. Den größten Anteil sollen Unternehmen tragen, die bereits am Standort tätig sind oder sich dort ansiedeln wollen. Landkreis Stade und Hansestadt Stade beteiligen sich 2027 und 2028 jeweils mit 25.000 Euro. Ein konkretes Enddatum für die zweite Phase nennt die Mitteilung nicht.

Das Netzwerk soll unter anderem die Vermarktung von Flächen unterstützen, Fördermittel einwerben und gemeinsame Aktivitäten im Energiebereich voranbringen. Nach Angaben des Landkreises haben die Kooperationen die Interessenvertretung der Region bei Land und Bund gestärkt. Als Standortmanager bleibt Stephan Engel bei der Wirtschaftsförderung des Landkreises tätig.

Zusammenarbeit soll den Standort stärken

Landrat Kai Seefried betonte die Bedeutung der Industrie für die gesamte Region. „Eine ganze Region hat sich auf den Weg gemacht“, sagte er. „Wir treten geschlossen auf und sprechen mit einer Stimme.“ Stade sei der größte Chlorchemiestandort Europas. Das Know-how vor Ort sei herausragend und wichtig für die Ausbildung sowie die Anwerbung von Fachkräften. Am Standort hängen laut Mitteilung rund 10.000 Arbeitsplätze.

Zu den genannten Standortmerkmalen zählen Ausbaureserven, eine Hafenanlage und die direkte Anbindung an Energienetze. Seefried verwies außerdem auf den Energiehafen, den Anleger für verflüssigte Gase, den Ausbau der Autobahnen, die Anbindung an ein neues Wasserstoffkernnetz und die Lage in der Metropolregion Hamburgexterner Link, öffnet ein neues Fenster.

Der symbolische Start der zweiten Projektphase wurde am Montagnachmittag auf Schloss Agathenburg besiegelt. Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant-Hendrik Tonne schaltete sich per Video zu. Das Land wolle unter anderem bei der Ausrichtung eines Parlamentarischen Abends in der niedersächsischen Landesvertretung in Berlin mitwirken. Tonne sagte, das Projekt stehe beispielhaft für die gesamte chemische Industrie, die als Grundstofflieferant, Innovationstreiber und Arbeitgeber eine besondere Bedeutung habe.

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