BarrierefreiheitEinfache Sprache
Niedersachsen365 Logo
LandkreiseVeranstaltungen

Rechtliches

  • Impressum
  • Datenschutz
  • AGB
  • KI-Hilfsmittel
  • Transparenzbericht
  • Unsere Quellen
  • Über uns
  • Styleguide

Verlag & Partner

  • Hessen App GmbH
  • dashdesign;
  • Die Stadt App
  • Die Mittelhessen-App
  • Herold News

Service

  • Kontakt
  • Problem melden
  • Werbung schalten
  • PUR-Abo & Kündigung

© 2026 Hessen App GmbH

Sprache wählen
Umwelt

TIMo: Förderung für das Ipweger Moor in Höhe von rund 160 Millionen Euro

Ergänzend stellt Niedersachsen bei erfolgreichem Verlauf 10 Millionen Euro bereit; für den Start sind noch weitere Schritte wie Abstimmung mit der Rentenbank erforderlich

Von Redaktion LK Wesermarsch09.09.26, 13:04

Das Moorschutzprojekt „Transformationsprozess Ipweger Moor – Kooperations- und Verbundvorhaben“ (TIMo) hat eine wichtige Hürde genommen. Der Bund hat den Antrag des Landkreises Wesermarsch mit einem Volumen von rund 160 Millionen Euro als förderfähig eingestuft. Damit rückt eine Bewilligung in Aussicht. Bei einem erfolgreichen Verlauf stellt das Land Niedersachsen zusätzlich 10 Millionen Euro bereit.

Mit TIMo soll das Ipweger Moor zu einer bundesweiten Leuchtturmregion für eine klimaschonende und zugleich wirtschaftlich tragfähige Moorentwicklung werden. Das Moorgebiet zählt mit einer Gesamtfläche von rund 8.400 Hektar zu den größten Moorgebieten Nordwestdeutschlands. Etwa 6.000 Hektar liegen im Landkreis Wesermarsch, rund 5.000 Hektar werden landwirtschaftlich genutzt. Ein kleiner Teil des geplanten Projektgebietes liegt in der Stadt Oldenburg, die ebenfalls Projektpartner ist.

Landrat Stephan Siefken wertet die Entscheidung des Bundes als großen Erfolg für alle Beteiligten. Er betont zugleich den kooperativen Ansatz des Vorhabens. Nach seinen Worten soll die Transformation des Moorgebiets gemeinsam mit den Menschen gelingen, die dort leben, wirtschaften und Verantwortung für die Flächen tragen. Ziel seien tragfähige Lösungen, die den Klimaschutz voranbringen und den landwirtschaftlichen Betrieben zugleich eine verlässliche wirtschaftliche Perspektive bieten.

Eine zentrale Rolle soll dabei die Flurbereinigung spielen. Sie basiert ebenso wie der gesamte Prozess auf freiwilliger Mitwirkung. Durch Flächentausch und Neuordnung sollen Nutzungskonflikte entschärft und Alternativflächen für landwirtschaftliche Betriebe geschaffen werden. Genannt werden in der Mitteilung unter anderem neue Wege und Betriebserweiterungen.

Parallel dazu sollen neue Formen moorschonender Bewirtschaftung entwickelt und erprobt werden. Dazu gehören teilvernässtes Grünland, Nasswiesen, Paludikulturen und extensive Beweidung. Zudem sieht TIMo vor, wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen. Geplant ist unter anderem der Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten für Biomasse aus nasser oder moorschonender Bewirtschaftung.

Der bisherige Prozess wird von einem breiten regionalen Bündnis getragen. Beteiligt sind neben dem Landkreis unter anderem Fachbehörden des Landes, die Landwirtschaftskammer, der Kreislandvolkverband, das Grünlandzentrum, Wasser- und Bodenverbände, Naturschutz und regionale Partner.

Nach der positiven Bewertung durch den Bund ist ein wesentlicher Meilenstein erreicht. Für den tatsächlichen Start von Maßnahmen stehen jedoch noch weitere Schritte an. Bislang wurde lediglich die Projektskizze als Antrag bewertet. Nun müssen konkret abgefragte Erläuterungen zum Gesamtvorhaben nachgereicht werden.

Die erste Abstimmung mit der Rentenbank, die das Projekt fördertechnisch begleitet, soll noch in dieser Woche erfolgen. Außerdem muss eine rechtlich verbindliche Basis der Zusammenarbeit geschaffen werden. Dafür werden auch die Gremien der jeweiligen Projektpartner beteiligt.

Siefken dankte abschließend Umweltminister Christian Meyer und dem Land Niedersachsen für die Unterstützung des Vorhabens. Dass der breite Ansatz nun auch auf Bundesebene überzeugt habe, sei eine Bestätigung des in der Wesermarsch eingeschlagenen Weges. Nun gelte es, die Chancen mit den Projektpartnern gemeinsam zu nutzen.

Bildunterschrift der Mitteilung: Landrat Stephan Siefken dankt den zuständigen Ministerien von Bund und Land für die Unterstützung des Projekts TIMo.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen→

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern:

WhatsAppFacebookXE-Mail
Landrat Stephan Siefken dankt den zuständigen Ministerien von Bund und Land für die Unterstützung des Projekts „TIMo“.
Foto: Landkreis Wesermarsch/Meister

Artikel anhören

Audioversion

Ihr Browser unterstützt die Audiowiedergabe nicht.