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Kultur und Unterhaltung

Pflege am Wilhelm-Raabe-Weg startet im Herbst 2025

Schutz archäologischer Funde und Erhalt einheimischer Pflanzen im Buchholzer Steinbeck

Von Redaktion Buchholz in der Nordheide30.10.25, 12:20

Menschen im Artikel

HB
Herr Brandt

Das Bodendenkmal "Wilhelm-Raabe-Weg" im Ortsteil Steinbeck der Stadt Buchholz ist ein bedeutendes Relikt aus vorgeschichtlicher Zeit. Die dortige Hügelgruppe, ein Überbleibsel eines einst weitläufigen Heiderfeldes, wird im Spätherbst 2025 einer behutsamen Pflegemaßnahme unterzogen. Ziel ist es, das Denkmal zu erhalten und seine Sichtbarkeit für die Öffentlichkeit zu verbessern.

Historische Bedeutung und aktueller Zustand

Die Hügelgruppe am Wilhelm-Raabe-Weg stammt aus der Steinzeit beziehungsweise der älteren Bronze- und Eisenzeit und steht heute unter Denkmalschutz. In den einzelnen Grabhügeln befinden sich noch Urnen und Grabbeigaben, die es zu schützen gilt. Der fortschreitende Wurzelwuchs umliegender Bäume bedroht jedoch diese archäologischen Funde.

Wie Herr Brandt vom zuständigen Amt berichtet, haben sich alle beteiligten Institutionen im Vorfeld eng abgestimmt, um die Vorgaben des Naturschutzes und Denkmalschutzes bestmöglich zu erfüllen: „Das Bodendenkmal hat Bestandsschutz und muss als wichtiges Kulturlandschaftsrelikt konserviert werden. Alle Verantwortlichen haben sich im Vorfeld eng abgestimmt, um sowohl die Aufgaben des Naturschutzes als auch des Denkmalschutzes bestmöglich zu erfüllen.“

Vorgesehene Maßnahmen im Herbst 2025

Im Rahmen der Maßnahmen werden der gesamte Unterwuchs und nichtheimische amerikanische Rotkiefern vorsichtig entfernt. Im Gegensatz dazu bleiben größere heimische Stieleichen und Kiefern als strukturgebende Elemente erhalten. Auch bodendeckende Heidelbeeren sollen weiterbestehen.

  • Entfernung von Unterwuchs und nichtheimischen Rotkiefern
  • Erhalt einheimischer Stieleichen und Kiefern
  • Bodendeckende Heidelbeeren bleiben erhalten
  • Schwerpunkt: Schutz bestehender Grabhügel inklusive Urnen und Grabbeigaben
  • Langfristige Entwicklung und Kooperation

    Durch diese Maßnahmen soll die Hügelgruppe künftig wieder besser sichtbar und erlebbar sein. Langfristiges Ziel ist die nachhaltige Entwicklung der Fläche zu einem hainartigen Landschaftspark, was eine deutliche Aufwertung für die Umgebung bedeutet.

    Frau Dr. Steffens, Landschaftsplanerin der Stadt Buchholz, betont die gute Zusammenarbeit: „Durch die gute Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung, dem Archäologischen Museum Hamburg, der Forstbetriebsgemeinschaft Jesteburg und mehreren ehrenamtlich Aktiven ist dieses Instandsetzungs- und nachhaltige Pflegekonzept realisierbar.“

    Kurz erklärtBodendenkmal

    Ein Bodendenkmal ist ein durch menschliche Einwirkung entstandener oder beeinflusster Gegenstand oder Bereich, der im Boden verborgen oder teilweise sichtbar ist und eine besondere geschichtliche Bedeutung besitzt. Es steht in der Regel unter Denkmalschutz.

    Kurz und knapp: Die wichtigsten Punkte im Überblick

    • Pflegemaßnahmen am Bodendenkmal "Wilhelm-Raabe-Weg" ab Spätherbst 2025
    • Schutz der Hügelgruppe und Erhöhung ihrer Sichtbarkeit
    • Konstruktive Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Museum, Forstbetrieb und Ehrenamtlichen
    • Langfristige Entwicklung als Landschaftspark
    • Abteilung Stadt- und Grünplanung, Stadt Buchholz

      Ansprechpartner für Rückfragen

      Die Stadt Buchholz sieht die Pflege sowie den Erhalt des Bodendenkmals als wesentlichen Beitrag zum Schutz der regionalen Geschichte und zur Entwicklung der Kulturlandschaft. Mit den geplanten Maßnahmen wird das Areal für die Öffentlichkeit aufgewertet und bleibt als historisches Zeugnis erhalten.

      Die Veröffentlichung dieser Pressemitteilung soll Transparenz schaffen und die Bedeutung des Projekts für den Stadtteil Steinbeck und die gesamte Region unterstreichen.

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