Reinigung von Stolpersteinen: Schülerinnen und Schüler in Großburgwedel setzen ein Zeichen
28 Messingtafeln erinnern im öffentlichen Raum an Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft – mit Reinigung, Gebet und dem Niederlegen weißer Rosen.
Schülerinnen und Schüler aus Kleinburgwedel und Thönse haben am Dienstag, 8. September 2026, die Stolpersteine der Säuglinge und Kleinkinder in Großburgwedel gereinigt. Die Aktion wird von den Schulleiterinnen Anna-Marie v. Badewitz aus Kleinburgwedel und Jeannine Schneider aus Thönse regelmäßig unterstützt, seit die Stolpersteine am 23. November 2019 verlegt wurden.
Die 28 Stolpersteine erinnern an die Säuglinge und Kleinkinder der damaligen „Ausländerkinder-Pflegestätte“ in Großburgwedel, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden. Die Messingtafeln sind in den Boden eingelassen und machen ihre Namen und Schicksale im öffentlichen Raum sichtbar.
Mit Tüchern und Politur brachten die Schülerinnen und Schüler die Messingoberflächen wieder zum Glänzen. Anschließend gedachten sie der Opfer in einem gemeinsamen Gebet und legten weiße Rosen nieder.
Vorbereitung im Unterricht
Die Auseinandersetzung mit dem Thema beginnt bereits vor dem eigentlichen Termin: Anna-Marie v. Badewitz und Jeannine Schneider bereiten die Kinder im Unterricht auf die Aktion und deren historische Hintergründe vor. Unterstützt wurden sie dabei von der pädagogischen Mitarbeiterin Frau Zobott. Nach Angaben der Mitteilung erfahren die Schülerinnen und Schüler so, warum es wichtig ist, sich mit der nationalsozialistischen Vergangenheit auseinanderzusetzen und Verantwortung für eine demokratische Gesellschaft zu übernehmen.
„Mein besonderer Dank gilt Anna-Marie v. Badewitz und Jeannine Schneider. Seit der Verlegung der Stolpersteine setzen sie sich regelmäßig dafür ein, dass sich junge Menschen mit den Schicksalen der Opfer beschäftigen. Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag zu unserer Gedenkkultur“, erklärt Andrea Stroker, Leiterin des Ordnungsamtes der Stadt Burgwedel.
Bürgermeisterin Ortrud Wendt und Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller danken den beiden Schulleiterinnen für ihr langjähriges Engagement, der pädagogischen Mitarbeiterin Frau Zobott für ihre Unterstützung sowie den beteiligten Schülerinnen und Schülern für ihren Einsatz und ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
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