Wathlingen startet Starkregenvorsorgekonzept

Wathlingen, Nienhagen und Adelheidsdorf erhalten Starkregengefahrenkarten. Ein Vorsorgekonzept soll bis Ende 2027 Handlungsempfehlungen liefern.

Von Redaktionsteam Adelheidsdorf1 Min. Lesezeit

Ein Ingenieurbüro soll für Wathlingen, Nienhagen und Adelheidsdorf untersuchen, wo bei außergewöhnlich starken Regenfällen Überflutungsgefahren entstehen können. Die Samtgemeinde hat den Auftrag für ein kommunales Starkregenvorsorgekonzept an ING Leiste aus Salzgitter vergeben.

Die Untersuchung kostet rund 95.000 Euro. Mehr als 60.000 Euro werden nach Angaben der Samtgemeinde durch Fördermittel der NBank und des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) abgedeckt. Der Samtgemeinderat hatte die Erstellung des Konzepts bereits 2025 beschlossen.

Gefahrenkarten und Handlungsempfehlungen geplant

Das Büro wertet unter anderem Geländedaten, Entwässerungssysteme und frühere Überflutungsereignisse aus. Computergestützte Berechnungen sollen Starkregengefahrenkarten hervorbringen, die mögliche Überflutungsbereiche und besonders gefährdete Stellen zeigen. Im Blick stehen unter anderem Wohngebiete, Straßen, Gräben und Durchlässe sowie öffentliche Einrichtungen wie Feuerwehren, Kindergärten und das Klärwerk.

Auf Grundlage der Ergebnisse sollen Handlungsempfehlungen entwickelt und nach Wirksamkeit, Dringlichkeit und Umsetzbarkeit bewertet werden. Dabei geht es sowohl um bauliche und technische Maßnahmen als auch um organisatorische Vorkehrungen und die Information der Bevölkerung.

Beteiligung der Bevölkerung vorgesehen

Die Hochbau- und Tiefbauabteilung der Samtgemeindeverwaltung begleiten das Projekt. Auch die Feuerwehren, der Landkreis Celle und weitere Beteiligte sollen einbezogen werden. Informations- und Beteiligungsangebote für Bürgerinnen und Bürger sind ebenfalls vorgesehen. Der Abschluss des Konzepts ist bis Ende 2027 geplant.

Die Hochwasserereignisse zum Jahreswechsel 2023/2024 hätten gezeigt, wie wichtig vorausschauende Vorsorge sei, heißt es in der Mitteilung. Über den weiteren Projektverlauf und wichtige Zwischenergebnisse will die Samtgemeindeverwaltung regelmäßig informieren.

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