Über 50 Wohnungseinbrüche: Drei mutmaßliche Tatverdächtige identifiziert

Die Polizeiinspektion Aurich/Wittmund hat nach eigenen Angaben in enger Zusammenarbeit mit der Zentralstelle zur Bekämpfung organisierter und bandenmäßiger Wohnungseinbruchskriminalität der Staatsanwaltschaft Osnabrück einen Ermittlungserfolg nach einer Serie von Wohnungseinbrüchen erzielt. Den Ermittlern des Zentralen Kriminaldienstes der Polizei Aurich sei es gelungen, drei mutmaßliche Tatverdächtige zu identifizieren.
Ein Hauptverdächtiger wurde im März im Ausland festgenommen und befindet sich dort zur Auslieferung nach Deutschland in Untersuchungshaft. Die Festnahme erfolgte nach Angaben der Polizei in den Niederlanden unmittelbar nach einer weiteren Tat. Gegen den Mann war zuvor aufgrund der Ermittlungsergebnisse zu der Einbruchserie ein europäischer Haftbefehl erwirkt worden.
Nach Angaben der Polizei hatte es um den Jahreswechsel zwischen Dezember und Februar im Zuständigkeitsbereich der Inspektion innerhalb weniger Wochen vermehrt Einbrüche in Wohnhäuser gegeben. Weitere Taten ereigneten sich später auch in den Landkreisen Vechta, Grafschaft Bentheim, Emsland und im Landkreis Harburg. Zu der Serie werden derzeit über 50 Taten gezählt. Mehr als die Hälfte der Einbrüche ereigneten sich in den Landkreisen Aurich und Wittmund.
Im Zuge intensiver Ermittlungsarbeit gerieten drei Männer im Alter von 28 bis 42 Jahren in den Fokus der Auricher Ermittler. Ob und in welcher genauen Konstellation die drei Männer die Taten gemeinsam verübt haben, ist nach Angaben der Polizei weiterhin Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Die Beschuldigten gehören nach derzeitigem Erkenntnisstand mutmaßlich einer europaweit agierenden chilenischen Tätergruppierung an. Die Polizei geht demnach davon aus, dass es sich um international reisende Täter handelt, die gezielt für einige Wochen nach Europa einreisen, um Einbruchsdiebstähle zu begehen.
Der entscheidende Durchbruch gelang nach Polizeiangaben über ein mutmaßliches Tatfahrzeug, das im Rahmen der Spurenauswertung konkret dem 39-jährigen Hauptverdächtigen zugeordnet werden konnte. Zwei weitere Tatverdächtige wurden ebenfalls vorläufig festgenommen, nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aber wieder entlassen. Die Ermittlungen zu den genauen Tatumständen und weiteren Verdächtigen dauern an.
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