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Sport

Fair Trade Cup der Osnabrücker Schulen in der Schlosswallhalle

Fünftes Turnier mit Mädchen- und Jungenturnieren stärkt das Bewusstsein für faire Produktionsbedingungen und Menschenrechte in der Sportartikelherstellung

Von Presse-Service.de03.09.26, 16:04

In der Schlosswallhalle hat am Donnerstag, 3. September, der fünfte Fair Trade Cup der Osnabrücker Schulen stattgefunden. Das Turnier stand unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Katharina Pötter und wurde von der Steuerungsgruppe Fairtrade-Town Osnabrück in Kooperation mit dem Ratsgymnasium veranstaltet.

Ziel des Wettbewerbs war es, das öffentliche Bewusstsein für faire Produktionsbedingungen und die Achtung von Menschenrechten in der Sportartikelherstellung zu stärken. Zugleich sollten die Osnabrücker Schulen weiterhin dazu motiviert werden, fair produzierte Sportbälle anzuschaffen. Mit dem Fußballturnier setzten die Beteiligten ein Zeichen für globales Fairplay.

Erstmals wurden in diesem Jahr ein Mädchen- und ein Jungenturnier parallel ausgetragen. Insgesamt nahmen 11 Jungenmannschaften und 7 Mädchenteams der weiterführenden Osnabrücker Schulen teil.

Bei den Mädchen gewann das Team der Gesamtschule Schinkel. Bei den Jungen siegte die Mannschaft der Erich-Maria-Remarque-Oberschule. Beide siegreichen Teams erhielten neben Urkunden und Pokalen auch Einladungen zu einem Heimspiel des VfL Osnabrück.

Begleitet wurde der Fair Trade Cup von einem Rahmenprogramm. Wer nicht mit dem eigenen Team um den Titel spielte, konnte sich beim Torwandschießen, einem Fußball-Parcours auf Zeit, Schussgeschwindigkeitsmessungen und Balljonglieren ausprobieren.

Hintergrund zum fairen Handel mit Sportbällen

Nach Angaben der Mitteilung entstehen Sportbälle, etwa für Fußball, Volleyball oder Handball, meist unter ausbeuterischen Arbeitsbedingungen und zu niedrigen Löhnen, vor allem in Pakistan. In der pakistanischen Stadt Sialkot arbeiten laut Fairtrade Deutschland etwa 60.000 Menschen in der Fußballproduktion. Viele Näherinnen und Näher arbeiten demnach auch am Wochenende, ohne Arbeitsschutz und in Heimarbeit. Die Gehälter erreichten oft kein existenzsicherndes Niveau, was dazu beitrage, dass auch Kinder arbeiten, um das Familieneinkommen zu steigern.

Fair-Handels-Initiativen sollen den Beschäftigten in Pakistan bessere Arbeitsbedingungen und Mindestlöhne sichern. Zusätzlich flössen Instrumente wie Prämien direkt an die Arbeitnehmenden, die damit Gesundheitsangebote, Transporte oder Projekte vor Ort finanzieren könnten. Die sozialen Standards im fairen Handel förderten außerdem Geschlechtergerechtigkeit und schützten Frauen gezielt vor Diskriminierung.

Mit dem Turnier in der Schlosswallhalle beteiligten sich insgesamt 18 Mädchen- beziehungsweise Jungenteams aus den Schulen der Stadt Osnabrück, die für Fairtrade spielen. Die Veranstaltung unterstreicht damit nach Angaben der Stadt die Profilierung Osnabrücks als Fairtrade-Stadt.

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