Glasfaserausbau in Braunschweigs „Weißen Flecken“ vor dem Abschluss
Der geförderte Glasfaserausbau in den mit Breitband unterversorgten Gebieten Braunschweigs, den sogenannten „Weißen Flecken“, steht vor dem Abschluss. Rund 430 Adressen, für die keine privatwirtschaftliche Ausbauperspektive bestand und deren Download-Bandbreite bei weniger als 30 Mbit/s lag, haben damit die Möglichkeit erhalten, sich ans schnelle Internet anzuschließen.
Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum betonte bei einem Ortstermin bei dem vor kurzem ans Glasfasernetz angeschlossenen Fischereibetrieb Lübbe in Riddagshausen, dass der geförderte Ausbau auch dort Glasfaser ermögliche, wo ein eigenwirtschaftlicher Ausbau für Telekommunikationsunternehmen nicht darstellbar sei. Versorgungslücken seien für Institutionen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger geschlossen worden. Ziel sei es, die Stadt fit für die digitale und vernetzte Welt zu machen.
Geförderter Ausbau weitgehend abgeschlossen
Riddagshausen wurde überwiegend eigenwirtschaftlich ausgebaut. In den Randbereichen blieben jedoch Adressen zunächst ohne Ausbauperspektive, weil die Erschließungskosten zu hoch waren. Diese Bereiche konnten nun im Rahmen des Förderprojekts erschlossen werden. Damit ist der geförderte Glasfaserausbau stadtweit bis auf wenige Restarbeiten abgeschlossen.
Von dem schnellen Internet profitieren nach Angaben der Stadt nicht nur private Nutzerinnen und Nutzer, sondern insbesondere auch Institutionen und Unternehmen. Eine leistungsfähige Glasfaseranbindung sei die Grundlage für digitale Geschäftsprozesse, Cloud-Anwendungen, den schnellen Austausch großer Datenmengen, die Vernetzung von Standorten und moderne Formen der Zusammenarbeit.
Weniger Bauaufwand als zunächst geplant
Peter Richter, Konzernbevollmächtigter der Telekom, bezeichnete den Abschluss des geförderten Projekts als erfreuliches Signal für Braunschweig. Die Versorgung von 430 Adressen mit Glasfaser stärke die digitale Infrastruktur und verbessere die Zukunftsfähigkeit der angeschlossenen Gebiete. Zudem hob er die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten seit dem Projektstart im Jahr 2024 hervor. Nachdem die wesentlichen Ausbauziele erreicht worden seien, werde der geförderte Ausbau nun planmäßig beendet.
Dr. André Zehl, Leiter Telekom Technik, verwies auf die anspruchsvolle Umsetzung dort, wo bestehende Infrastrukturen wie Autobahnen oder Bahntrassen gekreuzt werden mussten. Die dafür nötigen Planungen, Abstimmungen und Genehmigungen seien mit erheblichem Aufwand verbunden gewesen. Durch die gezielte Mitnutzung bestehender Leerrohre seien die Kosten deutlich reduziert worden.
Für die rund 430 Adressen beim geförderten Ausbau, davon die Hälfte in Gewerbegebieten, mussten nach Angaben der Mitteilung lediglich rund 44 Kilometer neue Kabeltrassen ausgehoben werden, statt der ursprünglich veranschlagten 62 Kilometer. Außerdem wurden 47 neue Netzverteiler errichtet. Dadurch reduziert sich das ursprünglich veranschlagte Investitionsvolumen von rund 6,6 Millionen Euro voraussichtlich um etwa 1 Million Euro.
50 Prozent der förderfähigen Kosten trägt der Bund, vertreten durch die aconium GmbH, 25 Prozent das Land Niedersachsen mit der NBank. Den verbleibenden Anteil übernimmt die Stadt Braunschweig. Oberbürgermeister Dr. Kornblum dankte der Telekom für die effiziente Umsetzung sowie dem Bund und dem Land für die finanzielle Unterstützung.
Inklusive der Nutzung von rund 98 Kilometern Leerrohrtrassen sind etwa 142 Kilometer Glasfaser verlegt worden. Rund 75 Prozent aller geförderten Ausbauadressen haben sich umgehend für einen Glasfaser-Hausanschluss entschieden.
Die Stadt Braunschweig informiert auf ihrer Internetseite unter https://www.braunschweig.de/breitbandausbau regelmäßig über den aktuellen Stand des Breitbandausbaus insgesamt, die Vorteile des Glasfasernetzes und die weiteren Ausbauplanungen.
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