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Kultur und Unterhaltung

Historische Objekte dauerhaft für das Kulturgeschichtliche Museum Osnabrück gesichert

Kleiderschrank von 1758 sowie drei Münzsammlungen mit Beständen zum Westfälischen Frieden und römischen Münzen aus dem Umfeld von Kalkriese

Von Presse-Service.de09.09.26, 09:00

Vier wertvolle historische Konvolute bleiben dauerhaft für das Kulturgeschichtliche Museum Osnabrück erhalten. Die Niedersächsische Sparkassenstiftung hat einen historischen Kleiderschrank aus dem Jahr 1758, eine Sammlung von Münzen und Medaillen zum Westfälischen Frieden, römische Münzen aus dem Umfeld des Fundes von Kalkriese sowie eine weitere historische Münzsammlung erworben und sie dem Museums- und Kunstverein Osnabrück e. V. geschenkt. Der Gesamtpreis lag bei rund 43.800 Euro.

Nach Angaben der Stiftung bleiben die Objekte damit dauerhaft für das Museum und seine Besucherinnen und Besucher gesichert. Die Schenkung erfolgt im Rahmen der Museumsförderung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, die die Neu- und Umgestaltung von Dauer- und Sonderausstellungen sowie die Bewahrung und Vermittlung bedeutender kulturhistorischer Zeugnisse unterstützt.

Bedeutung für Museum und Stadtgeschichte

Dr. Johannes Janssen, Stiftungsdirektor der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, verweist auf die langjährige Förderpartnerschaft mit dem Museumsquartier Osnabrück. Mit der Schenkung könnten wertvolle und kulturhistorisch bedeutsame Exponate langfristig gesichert werden.

Auch aus Sicht der Stadt und der Sparkasse wird die Übergabe als wichtige Unterstützung gewertet. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Osnabrück, André Schüller, betont das Engagement der Sparkasse für Stadt und Region sowie das ehrenamtliche Wirken des Museums- und Kunstvereins. Der Erste Stadtrat Osnabrück, Wolfgang Beckermann, hebt besonders die Münzen und Medaillen aus der Zeit des Westfälischen Friedens hervor, die zusammen mit weiteren Exponaten langfristig in Osnabrück bewahrt werden sollen.

Dr. Ulrike Hamm, Vorsitzende des Museums- und Kunstvereins Osnabrück e. V., zeigt sich dankbar über die dauerhafte Sicherung der Objekte. Der Verein versteht sich seit seiner Gründung im Jahr 1879 als enger Kooperationspartner der Osnabrücker Museen und unterstützt deren Arbeit sowie den Ausbau der Sammlungen.

Die vier gesicherten Konvolute

Der historische Kleiderschrank aus Eichenholz stammt aus dem Jahr 1758 und aus dem Besitz der Familie von dem Bussche-Hünnefeld. Als Zeugnis historischer Wohn- und Alltagskultur ergänzt er die Sammlung des Kulturgeschichtlichen Museums um ein repräsentatives Möbelstück des 18. Jahrhunderts.

Die Münzsammlung zum Westfälischen Frieden umfasst Münzen und Medaillen aus den Jahren 1644 bis 1648. Sie stammt aus der ehemaligen Sammlung des Osnabrückers Karl Ordelheide (1918–1989). Da in Osnabrück und Münster die Verhandlungen stattfanden, die 1648 zum Abschluss des Westfälischen Friedens führten, gelten diese Stücke als wichtige Zeugnisse der politischen Geschichte und der europäischen Erinnerungskultur.

Die Sammlung römischer Münzen ist in die Zeit von 2 bis 194 v. Chr. datiert. Es handelt sich um 131 im Jahr 1987 in Kalkriese gefundene Denare aus dem Besitz der Familie von Bar auf Bramsche-Barenau sowie des Capitäns J. A. S. Clunn. Der Fundplatz Kalkriese besitzt für die Erforschung der römisch-germanischen Geschichte herausragende Bedeutung.

Die ehemalige Münzsammlung Waldmann enthält Stücke zur Osnabrücker Geschichte aus den Jahren 1617 bis 1766. Sie ergänzt den Bestand um weitere Zeugnisse aus der Frühen Neuzeit und dem 18. Jahrhundert. Zusammen mit den Münzen und Medaillen zum Westfälischen Frieden eröffnet sie einen Einblick in die politische und wirtschaftliche Geschichte dieser Zeit.

Mit der Schenkung werden die vier Objekte beziehungsweise Sammlungen dauerhaft für das Kulturgeschichtliche Museum Osnabrück gesichert. Sie erweitern die Museumssammlung in verschiedenen Bereichen und sollen dazu beitragen, die Geschichte Osnabrücks und der Region auch für kommende Generationen sichtbar und zugänglich zu machen.

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