Innovationsstrategie für Braunschweigs digitale Verwaltung: KI, Cloud und Daten

Braunschweig legt dem Rat eine Innovationsstrategie zur digitalen Verwaltung vor: KI, Cloud und Daten sollen effizientere, bürgerfreundliche Services ermöglichen. Rat entscheidet am 29. September.

Von Presse-Service.de2 Min. Lesezeit

Die Stadt Braunschweig legt dem Rat eine Innovationsstrategie unter der Überschrift „Digitale Transformation der Verwaltung durch KI, Cloud und Daten“ zur Beschlussfassung vor. Nach Angaben der Verwaltung beschreibt das Papier konkrete Schritte und Inhalte dafür, wie moderne digitale Technologien für eine effiziente und bürgerfreundliche Verwaltung eingesetzt werden können.

Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum erklärte, die Zukunft der Verwaltung sei digital. Innovative Technologien gewännen für die digitale Transformation zunehmend an Bedeutung. Sie seien kein Selbstzweck, sondern böten das Potenzial, Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger leichter, effektiver und schneller bereitzustellen. Zugleich erfordere ihr Einsatz eine abgestimmte Betrachtung technologischer, organisatorischer und rechtlicher Anforderungen.

Drei Schwerpunkte der Strategie

Die Innovationsstrategie gliedert sich in drei Teilbereiche.

Künstliche Intelligenz

Im Bereich KI stehen konkrete Pilotprojekte und der Aufbau von Kompetenzen im Mittelpunkt. Vorgesehen sind unter anderem interne KI-Assistenten, Unterstützung bei der Antragsbearbeitung und die automatisierte Transkription von Gremiensitzungen. Für Bürgerinnen und Bürger soll der Webseiten-Chatbot weiterentwickelt werden. Zudem wird eine KI-Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen geprüft. Schulungen und eine Dienstvereinbarung sollen einen einheitlichen und verantwortungsvollen Einsatz sicherstellen.

Cloud-Lösungen

Für den Einsatz von Cloud-Lösungen will die Stadt einen verbindlichen strategischen und organisatorischen Handlungsrahmen erarbeiten. Dieser soll insbesondere Anforderungen an IT-Sicherheit, Datenschutz und digitale Souveränität festlegen. Parallel dazu sollen Kollaborationsplattformen für gemeinsames Arbeiten, Kommunikation und Workflows pilotiert werden. Beschäftigte sollen rollenbezogen qualifiziert werden. Außerdem ist eine cloudbasierte Lösung für das Personal- und Organisationsmanagement vorgesehen.

Daten

Im Bereich Daten steht der Aufbau einer Urbanen Datenplattform als zentrale Datendrehscheibe im Mittelpunkt. Sie soll Datensilos verbinden und Geo-, Statistik-, Echtzeit- und Sensordaten über offene Standards und Schnittstellen integrieren. Darauf aufbauend sollen digitale Zwillinge für Klima, Verkehr und Stadtplanung entwickelt werden. Datengovernance, ein Metadatenkatalog, Self-Services für den Datenabruf und ein erweitertes Open-Data-Angebot sollen die Qualität und Auffindbarkeit kommunaler Daten verbessern.

Grundsätze und weiteres Verfahren

Darüber hinaus formuliert die Strategie grundlegende Prinzipien für Innovationsprojekte. Dazu zählen Datensicherheit, IT-Sicherheit, digitale Souveränität, Barrierefreiheit, Gleichstellung und Diskriminierungsfreiheit.

Die Einzelheiten sind in der Innovationsstrategie als Anlage zur Beschlussvorlage 26-29470 im Anhang oder unter www.braunschweig.de/ratsinfo nachzulesen. Nach Vorberatungen im Ausschuss für Finanzen, Personal und Digitalisierung sowie im Verwaltungsausschuss entscheidet der Rat in seiner Sitzung am 29. September.

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