Land.Schatz.Pflege Wendland.Elbe: Projekt zur Stärkung der Pflegebranche

Landkreis Lüchow-Dannenberg entwickelt praxisnahe Lösungen für Nachwuchsgewinnung und -bindung, begleitet von Kampagne, Messeauftritten und Berufsorientierungsmaßnahmen

Land.Schatz.Pflege Wendland.Elbe: Projekt zur Stärkung der Pflegebranche
Land.Schatz.Pflege Wendland.Elbe: Projekt zur Stärkung der PflegebrancheFoto: luechow-dannenberg.de

Mit dem Projekt „Land.Schatz.Pflege Wendland.Elbe“ will der Landkreis Lüchow-Dannenberg die Pflegebranche stärken und überregional für Fachkräfte werben. Das Modellvorhaben ist im Juli 2026 gestartet und im Fachdienst 57 – Soziales und wirtschaftliche Hilfen des Landkreises angesiedelt.

Landrätin Dagmar Schulz bezeichnete das Projekt als „klares und zukunftsweisendes Signal“ für die Pflege in der Region und als Unterstützung der Betriebe bei der Fachkräftegewinnung. Nach Angaben des Landkreises ist das Vorhaben in Zusammenarbeit mit der Kommunalpolitik im Kreistag entstanden. Fachdienstleiterin Stephanie Ehrhardt verwies auf die interdisziplinäre Arbeit in der Steuerungsgruppe Pflegekonferenz und die enge Abstimmung mit den Pflegebetrieben. Das Projektteam besteht aus Sigrun Kreuser als Projektleitung und Christiane Runge.

Ziel des Vorhabens ist es, ganzheitliche, praxisnahe und bedarfsgerechte Lösungen für die Nachwuchs- und Fachkräftegewinnung sowie -bindung in einer strukturschwachen, überalterten ländlichen Region zu entwickeln und umzusetzen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Beratung von zuziehenden und rückkehrenden Pflegefachkräften und deren Familien, um ihnen das Ankommen in der Region zu erleichtern.

Parallel dazu soll eine überregionale Kampagne mit Filmen und Geschichten die Wertschätzung der Pflegeberufe fördern, die Sichtbarkeit der hiesigen Arbeitgeber erhöhen und die Vorteile des Lebens und Arbeitens in Lüchow-Dannenberg herausstellen. Dafür sucht das Projektteam aktuell Pflegenachwuchs- und Fachkräfte, die als Gesichter der Kampagne ihre persönliche Geschichte einbringen möchten.

Geplant sind außerdem Messeauftritte, unter anderem im September zur Job- und Azubimesse in Hitzacker gemeinsam mit dem Ausbildungsverbund Pflege und der BBS Pflege sowie im Oktober gemeinsam mit dem Wendland Regionalmarketing beim Karrieretag Hamburg. Dort sollen die Ausbildungs- und Stellenangebote der hiesigen Arbeitgeber verbreitet und gezielt Pflegefachkräfte sowie Nachwuchskräfte angesprochen werden.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Stärkung von Ausbildung und Berufsorientierung. Der Landkreis unterstützt aktuell zwei Initiativen: das Bildungsangebot „care4future“ der Stiftung Altenpflege in Niedersachsen, das Jugendliche frühzeitig und praxisnah an das Arbeitsfeld Altenpflege heranführt, sowie die Berufsbildenden Schulen bei der Suche nach Menschen im Ruhestand, die Mentorinnen und Mentoren für ausländische Pflege-Auszubildende werden wollen. Interessierte können sich an die Projektmitarbeitenden oder direkt an die Lüneburger Ansprechpartnerin des Senior Expert Service wenden, der das Programm zur Ausbildungsbegleitung organisiert.

Darüber hinaus soll das Projekt die Arbeitgeberattraktivität und Arbeitszufriedenheit in den Blick nehmen. Vorgesehen sind unter anderem anonymisierte Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterbefragungen. Alle Aktivitäten erfolgen in enger Abstimmung mit Netzwerkpartnerinnen und -partnern aus dem Gesundheitswesen, mit der Wirtschaftsförderung Wendland.Elbe und Wendlandleben, der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter, den Berufsbildenden und weiterführenden Schulen sowie Regionalvermarktern wie Naturpark Wendland.Elbe und Wendland Regionalmarketing. Begleitet, beraten und gesteuert wird das Projekt von der interdisziplinär zusammengesetzten Steuerungsgruppe Pflegekonferenz.

Finanziert wird das Projekt über die Allianz für Fachkräfte Nordostniedersachsen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, des Landes Niedersachsen sowie über Eigenmittel des Landkreises Lüchow-Dannenberg.

Weiterführende Informationen

Projektinformationen sind online unter www.luechow-dannenberg.de/zukunftpflege abrufbar. Außerdem ist das Projekt per E-Mail unter [email protected] erreichbar. Telefonisch gibt es Auskunft unter 05841 120 214 (Durchwahl Projektteam).

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