Telepräsenzroboter für Kinder und Jugendliche im Unterricht

Verschlüsselte DSGVO-konforme Video- und Audioübertragung per einseitiger Kamera über das Kreismedienzentrum

Unklar (im bereitgestellten Mailtext keine Bildbeschreibung zugeordnet).
Unklar (im bereitgestellten Mailtext wird das Bild nicht explizit beschrieben).Foto: luechow-dannenberg.de

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Ein kleiner weißer Telepräsenzroboter soll es Kindern und Jugendlichen ermöglichen, trotz längerer Krankheit am Unterricht teilzunehmen. Das Gerät steht stellvertretend im Klassenzimmer, verfolgt den Unterricht per Video und Audio und ist nach Angaben des Landkreises der erste Telepräsenzroboter, den das Kreismedienzentrum angeschafft hat.

In der Beschreibung des Geräts sitzt der Roboter mittendrin im Klassenraum, während Schülerinnen und Schüler an ihren Tischen arbeiten. Eigentlich sei er nur ein weißer Kopf, der sich drehen könne und dessen Augen blinzeln könnten. Ziel des Einsatzes ist es, soziale Teilhabe für länger erkrankte Kinder und Jugendliche zu ermöglichen.

Einsatz und Datenschutz

Landrätin Dagmar Schulz sieht in dem Angebot „eine große Chance für Schülerinnen und Schüler, die länger erkrankt sind“. Der Telepräsenzroboter solle in etwa das ersetzen, was früher durch Fotos oder Briefe genutzt worden sei, um kranke Kinder einzubinden, nur eben live.

Nach Angaben der Mitteilung ist der Roboter deutlich mehr als eine Webcam. Er arbeitet transportabel und unabhängig von WLAN mit einer eigenen SIM-Karte im Mobilfunknetz. Die Übertragungen entsprechen der DSGVO, der Livestream ist vollständig verschlüsselt. Es gibt ausschließlich eine einseitige Kameraübertragung, damit Kinder und Jugendliche mit Langzeiterkrankungen geschützt werden und kein Druck entsteht, selbst gesehen zu werden.

Für Krankheiten, die mit Erschöpfung einhergehen, verfügt der Roboter über einen Ruhemodus. Dann leuchtet er blau und signalisiert damit, dass die betroffene Person dem Unterricht noch folgt, aber nicht aktiv teilnehmen kann.

Ausleihe über das Kreismedienzentrum

Die Ausleihe erfolgt über das Kreismedienzentrum. Zuvor prüft das Regionale Landesamt für Schule und Bildung (RLSB) Lüneburg den Einsatz im Einzelfall. Das Verfahren wird in der Mitteilung als erprobt und unkompliziert beschrieben. Nach Angaben von Almut Sellmann vom RLSB Lüneburg werden in knapp 20 Landkreisen und kreisfreien Städten in Niedersachsen bereits Telepräsenzroboter ausgeliehen und eingesetzt; die Erfahrungen seien durchweg positiv. Sellmann ist im Landkreis Lüchow-Dannenberg für den Mobilen Dienst körperliche und motorische Entwicklung zuständig.

Julia Dörge-Schnell vom Kreismedienzentrum wird den Telepräsenzroboter den Schulleitungen vorstellen. Die Schulen können das Gerät ausleihen. Sollte sich ein höherer Bedarf zeigen, könnten weitere Roboter beschafft werden.

Kosten und weitere Informationen

Der Telepräsenzroboter kostet rund 4.375 Euro. Hinzu kommen monatliche Gebühren für ein Service-Paket von rund 82 Euro. Das Paket umfasst Wartungen, Reparaturen, Versicherung und Mobilfunkkosten.

Weitere Informationen zum Roboter stellt der Hersteller auf seiner Internetseite bereit: https://www.noisolation.com/de

Zur Einordnung: Kreismedienzentrum

Das Kreismedienzentrum ist eine gemeinsame Einrichtung des Landkreises Lüchow-Dannenberg und der Samtgemeinde Lüchow (Wendland). Es ist für die Bereitstellung und Ausleihe audio-visueller Medien für gemeinnützige Schulen sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen im Landkreis Lüchow-Dannenberg zuständig.

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