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Umwelt

Umbau zu klimaresilientem Mischwald in Buchholz: Durchforstung und Vorbereitung von Laubmischwald

Im Bereich der Kreuzung Lohbergenstraße / Seppenser Mühlenweg läuft die Durchforstung sturmgeschädigter Bestände, weitere Schritte erfolgen nach der Brut- und Setzzeit mit Fällungen und Schutzstreifen am Waldrand am Starenweg.

Von Redaktion Buchholz in der Nordheide18.08.26, 11:28

Die Stadt Buchholz bereitet den Umbau einer städtischen Waldfläche zu einem klimaresilienteren Mischwald vor. Wie die Stadt mitteilt, hat im Auftrag der Verwaltung bereits die Durchforstung des sturmgeschädigten Waldstücks an der Kreuzung Lohbergenstraße / Seppenser Mühlenweg begonnen. Koordiniert und beaufsichtigt wird die Maßnahme von der Forstbetriebsgemeinschaft Forstverband (FBG) Jesteburg.

Die Fläche gegenüber der Otto-Koch-Kampfbahn war nach Sturmschäden und Borkenkäferbefall stark geschädigt worden und musste in weiten Teilen geräumt werden. Ziel der nun gestarteten Arbeiten ist es, die Voraussetzungen für einen widerstandsfähigeren Laubmischwald zu schaffen. Der frühere, dichte Fichtenbestand galt nach Angaben der Stadt als besonders anfällig für Sturmschäden und Borkenkäferbefall.

Durchforstung als Vorbereitung für den Waldumbau

Im nächsten Schritt werden Teile des Bestands mit einem Harvester entfernt. Dadurch sollen auf der Fläche ausreichend Platz, Licht und Nährstoffe für den im Herbst anzupflanzenden Laubmischwald entstehen. Nach dem Abtransport und Verkauf des Holzes wird die Fläche mit einem Forstmulcher von Ästen und Resten befreit.

Im Herbst und Winter soll der Forstverband dort einen Laub-Mischwald aus Rotbuche, Stieleiche, Hainbuche, Bergahorn und Winterlinde anlegen. Die Auswahl der Baumarten richte sich nach den Gegebenheiten vor Ort und solle einen Mischwald entstehen lassen, der künftigen Wetterextremen besser standhält.

Die Stadt weist darauf hin, dass der frühe Start im Herbst wichtig sei, damit die neuen Bäume vor dem nächsten Sommer genügend Wurzeln bilden und besser auf Trockenperioden vorbereitet sind. Damit die jungen Bäume nicht von Rehen oder anderem Wild abgefressen werden, wird die Fläche voraussichtlich acht Jahre lang mit einem Wildschutzzaun gesichert.

Arbeiten nach der Brut- und Setzzeit

Begonnen haben die Arbeiten bewusst erst nach der Brut- und Setzzeit, die Mitte Juli endete. Damit sollen Vögel und Wildtiere beim Aufziehen ihres Nachwuchses nicht gestört werden. In der freien Landschaft gilt vom 1. März bis 30. September üblicherweise ein Verbot, Bäume zu fällen. Nach Angaben der Stadt gilt dies gemäß Bundesnaturschutzgesetz jedoch nicht für Bäume im Wald.

Zusätzliche Fällungen am Starenweg

Im Bereich der angrenzenden Bebauung am Starenweg müssen außerdem einige Bäume am Waldrand gefällt werden, um langfristig die Sicherheit für die dortigen Häuser und Gärten herzustellen. Entlang der Bebauung entsteht zudem ein bewuchsfreier Schutzstreifen, ähnlich wie bereits am Finkenweg. Dieser soll die Gefahr durch umstürzende Bäume bei Windböen verringern und zugleich vorbeugend gegen die zunehmende Waldbrandgefahr durch den Klimawandel wirken.

Die Wanderwege rund um die Fläche bleiben während der Arbeiten weiterhin passierbar. Mit dem Vorhaben will die Stadt Buchholz den Wald gezielt an die Folgen des Klimawandels anpassen. Ein artenreicher Mischwald bietet nach Angaben der Stadt mehr Tier- und Pflanzenarten Lebensraum als die frühere Fichtenfläche und gilt als widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Trockenheit.

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Umbau zu klimaresilientem Mischwald in Buchholz: Durchforstung und Vorbereitung von Laubmischwald
Foto: buchholz.de

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