Schwanenteich wird saniert: Vorbereitende Untersuchungen mit Baustellenunterbrechung

Weitere Untersuchungen am Schwanenteich in Emden: Kampfmittelverdacht im Untergrund klärt die Stadt nach Tiefbauarbeiten weiter ab. Arbeiten ruhen vorerst.

Von Redaktion Emden2 Min. Lesezeit

Weitere Untersuchungen am Schwanenteich notwendig

Seit Frühjahr 2026 wird die historische Parkanlage Schwanenteich umfassend saniert. Ziel der Arbeiten ist es nach Angaben der Stadt, die historische Gestaltung der denkmalgeschützten Anlage wieder erlebbar zu machen und die Aufenthaltsqualität am Schwanenteich zu erhöhen.

Vorgesehen sind unter anderem die Wiederherstellung der historischen Teichlinien, die technische Ertüchtigung der Teiche, neue Wegeflächen, ein Sonnenhang sowie umfangreiche Drainagearbeiten zur langfristigen Stabilisierung der Parkanlage.

Im Zuge der Tiefbauarbeiten werden auch Untersuchungen des Untergrunds auf mögliche Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg durchgeführt. Bei diesen Sondierungen haben sich in großer Tiefe Auffälligkeiten ergeben, die nun näher untersucht und abschließend bewertet werden müssen. Nach aktuellem Stand handelt es sich dabei lediglich um einen Verdacht; ein Kampfmittelfund ist bislang nicht bestätigt.

Die ausführende Baufirma konnte bereits einen Teil der vorgesehenen Arbeiten umsetzen und unter anderem Pfähle und Fundamente herstellen. Für die Fortsetzung der Arbeiten in den betroffenen Bereichen sind nun jedoch zunächst weitergehende Untersuchungen erforderlich. Der Baustellenbetrieb wurde deshalb vorübergehend unterbrochen.

Die weiteren Untersuchungen sind technisch aufwendig und können nur durch qualifizierte Fachunternehmen und in Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden durchgeführt werden. Wegen der notwendigen Vorbereitungen und der begrenzten Verfügbarkeit spezialisierter Unternehmen können diese Arbeiten nach Angaben der Stadt nicht kurzfristig erfolgen.

Nach derzeitiger Planung wird voraussichtlich in den Kalenderwochen 37 und 38 zunächst eine Grundwasserabsenkung eingerichtet, um die Voraussetzungen zu schaffen, überhaupt trocken an die Auffälligkeiten heranzukommen. Dafür sind im Vorfeld Beprobungen des Grundwassers notwendig, um dieses in den Wasserkreislauf einleiten zu können. Mit belastbaren Ergebnissen wird derzeit frühestens Mitte September 2026 gerechnet.

Für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Besucherinnen und Besucher ergeben sich aus dem derzeitigen Untersuchungsstand keine zusätzlichen Maßnahmen. Sollte sich der Verdacht im Zuge der weiteren Untersuchungen bestätigen, werden die zuständigen Fachbehörden auf Grundlage der konkreten Situation über die erforderlichen weiteren Schritte entscheiden. Die Stadt Emden will darüber frühzeitig und umfassend informieren.

Bis dahin bittet die Stadt um Verständnis dafür, dass die Bauarbeiten am Schwanenteich nicht wie ursprünglich vorgesehen fortgesetzt werden können. Auch wenn vor Ort zeitweise nur wenig Bautätigkeit erkennbar sein wird, laufen im Hintergrund die notwendigen fachlichen Abstimmungen und Vorbereitungen für die weiteren Untersuchungen.

Die Stadt hält daran fest, die Sanierung des Schwanenteichs nach Abschluss der Untersuchungen so schnell wie möglich fortzuführen. Ob der ursprünglich angestrebte Abschluss noch in diesem Jahr erreicht werden kann, hängt vom Ergebnis der Untersuchungen und dem daraus resultierenden weiteren Vorgehen ab.

Der abgesperrte Baustellenbereich darf aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden. Über die Ergebnisse der Untersuchungen, gegebenenfalls notwendige Maßnahmen der Räumung und den weiteren Fortgang der Sanierung will die Stadt Emden transparent und zeitnah informieren.

Weitere Informationen zur Sanierung des Schwanenteichs gibt es unter www.emden.de/schwanenteich.

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